Hasborn-Dautweiler liegt im Landkreis St. Wendel mitten im Saarland. Mit ungefähr 2600 Einwohner*innen ist das Dörfchen nicht gerade eine Hochburg digitaler Innovationen oder cooler Jobs. Es ist eher ein Ort, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. 

Wie ist das mit der Zukunft in Orten wie Hasborn-Dautweiler? Kann man hier gut leben? Können junge Menschen im Dorf eine Zukunft planen? Und wollen sie das auch? Die Antwort im Fall Hasborn-Dautweiler lautet: Ja! Sie können und sie wollen. Sehr viele kehren sogar nach jahrelanger Abwesenheit, etwa von einem Job draußen in der weiten Welt hierher zurück. Die Hasborner*innen sind verbunden mit ihrer Heimat. Und sie sind offen für digitale Fortschritte. Das zeigt auch die DorfApp von Hasborn.

Kinderflohmarkt auf dem Marktplatz / Sonntag, 10 Uhr Treffen im Rathaus / Gestohlen: Mein Fahrrad! Wer hat es gesehen?

Was in Gemeinden meist per Schwarzen Brett oder über Pinnwände in Supermärkten funktioniert, geht in Hasborn auch digital. Die DorfApp können alle Einwohner*innen des Örtchens aus dem App Store oder bei Google Play auf ihr Smartphone laden und dann losschreiben. Kinderwagen gesucht oder ein offener Bäcker am Sonntag? Einfach per DorfApp nachfragen und jemand hat garantiert eine Antwort. Mit dem Digitalen Schwarzen Brett können schneller und zentraler Gesuche eingestellt, Hilfe angeboten oder sich ausgetauscht werden.

Zeigt Smartphone mit der DorfApp
DorfFunk, DorfApp der Digitale-Dörfer-Plattform

Klar, der persönliche Plausch über den Gartenzaun wird dadurch nicht ersetzt. Muss er auch gar nicht! Die DorfApp unterstützt die Einwohner*innen Hasborns dabei das zu tun, was ihnen sowieso am Herzen liegt: Miteinander in Kontakt treten. Und das funktioniert in dem kleinen Örtchen im Saarland ganz gut. Woran liegt das? 

Die Leute leben einfach gern hier.

Martin Backes, Ortsvorsteher Hasborn-Dautweiler

Zum einen aufgrund der guten Verkehrsanbindung und zum anderen wegen der guten Infrastruktur. „Das sind auch die Gründe, warum so viele Rückkehrer nach Hasborn zurück kommen.“, fügt Backes hinzu. Das allein reicht natürlich nicht aus. Über 40 aktive Vereine im Dorf, eine rege Vereinskultur, der intensive Austausch und die Vernetzung der Einwohner*innen untereinander machen wohl eher den Charme der Gemeinde aus. Hier kennt jede*r jede*n, hier hält man zusammen, hier trifft man sich am Wochenende um gemeinsam den örtlichen Fußballverein anzufeuern. 

Die Bewohner*innen Hasborns sind verbunden mit ihrem Dorf. Leerstand, wie es in anderen Dörfern der Region oft der Fall ist, gibt es hier keinen. Im Gegenteil: Der Wohnraum ist knapp im Ort. Die Einwohner*innen sind stolz auf ihr Hasborn und bleiben gern hier. 

Hasborn-Dautweiler von oben

Zukunft Dorf!

Diese kollektive Identität führte bereits 2015 dazu, dass das Örtchen als Modelldorf für das Projekt Zukunft Dorf ausgewählt wurde. Hasborn ist hier der Prototyp des Sozialen Dorfes. Bis März 2020 kann die Gemeinde bzw. der Landkreis selbst entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden. Ideen hatten die Hasborner*innen viele: Neugestaltung von Treffpunkten im Ort, Einbeziehung der jungen Leute und eben auch: die Einrichtung einer DorfApp!

So geht digitale Transformation im Saarland! Die DorfApp von Hasborn zeigt, dass der digitale Fortschritt auf dem Land nicht mit technisch komplizierten Prozessen verbunden sein muss. Sondern vielmehr mit aktiven Menschen, die sich für ihre Region stark machen.


Hasborn-Dautweiler ist mit dem Dorffunk Teil der Digitale-Dörfer-Plattform, ein cooles Projekt, das im Sommer 2015 gestartet ist. Darüber berichten wir bald mehr!