Herzlich Willkommen zum neuen Weekly! Schön, dass du mit dabei bist. Ich bin’s seit einiger Zeit mal wieder: Johanna. Heute habe ich diese spannenden Themen für dich:

archaeo | 3D: Revolution in der Archäologie?

Beginnen wir das Weekly – neben der Überschrift dieses Themas – mit einer weiteren Frage: Wie stellst du dir aktuell Museen vor? Für mich sind es in der Regel Orte, an denen ältere, geschichtlich wichtige Objekte stehen, die man nicht anfassen darf. Die aber dabei helfen, das Vergangene zu verstehen und einen Eindruck von früher zu bekommen. Was mir dabei immer fehlt (auch wenn es Ausnahme-Museen gibt): Der kreative und besondere Einsatz des Digitalen. Oft liegen dort ältere Schriftstücke oder auf einem Display können nur Archiv-Bilder angezeigt werden. In Sachsen kommt es jetzt zu einer Veränderung.

Worum geht’s? „archaeo | 3D“ heißt die neue, innovative Plattform, die das Landesamt für Archäologie Sachsen in diesem Monat veröffentlicht hat. Das Magazin Archäologie Online beschreibt es so: „Ein neues »Schaufenster« der sächsischen Archäologie soll traditionelle Publikationen ergänzen und die stark zunehmende Bedeutung der 3D-Digitaliserung bei der Dokumentation von kulturellem Erbe unterstreichen.“ Das bedeutet: Auf der Online-Plattform archeo | 3D können derzeit 100 3D-Modelle von geschichtlichen Funden aus Sachsen angeschaut werden.

Wieso ist das wichtig? Dieses Projekt ist laut Archäologie Online bisher deutschlandweit einmalig. Das Ganze ist also ein Vorreiterprojekt, an dem sich meiner Meinung nach noch viele Museen und Landesämter orientieren sollten. Durch die digitale Darstellung können mehr Menschen darauf zugreifen (z.B. auch Lehrer*innen mit Schüler*innen im Unterricht) und sich die Gegenstände genauer anschauen. Und dass dank der 3D-Version von allen Seiten. Im Museum wäre das an den Original-Stücken so ja nicht möglich. Es wäre für sie aber eine tolle Ergänzung.

Wie geht es weiter?: Das Team hinter archaeo | 3D will nach und nach weitere Funde digitalisieren und als 3D-Modelle zur Verfügung stellen. Ist das Ganze also eine Revolution in der Archäologie? Ein guter Anfang, aber noch keine komplette Revolution, würde ich sagen. Ein weiterer, wichtiger Schritt: Museen, die anfangen digitaler zu denken und dementsprechend Projekte zu planen. In Sachsen-Anhalt wurde beispielsweise bereits diskutiert, wie Virtual- und Augmented Reality Teil der Museen werden kann. Und das ist noch lange nicht das Ende, es gibt noch sehr viel Potential für diesen kulturell-geschichtlichen Bereich.

eSport: Deutschland stellt 1. Europa-Präsident

Geschichte schreiben kann auch der eSport: Hans Jagnow, aktuell Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD), wird Präsident der neugegründeten European Esports Federation (EEF). Damit ist er der allererste Präsident, der Europa in Sachen eSport vertreten darf.

Jagnow hat schon bei vielen Projekten mitgewirkt. Sein ESBD hat in den vergangenen Jahren unter anderem ein eSport-Visa, eine Trainerausbildung und einen Ethik-Kodex realisiert und eine zentrale Fachkonferenz veranstaltet. Hinzu kommen viele eSport-Vereine, die entstanden sind und Events wie „FIFA 19“-Turniere mit Fußballvereinen gestartet haben. Dabei hat Hans Jagnow beispielsweise mit Martin Müller, Vize-Präsident des ESBD, zusammengearbeitet, der vor kurzem in unserem Podcast zu Gast war und aktuell ein eSport-Zentrum in Kiel aufbaut.

Wir schließen uns an und sagen: Herzlichen Glückwunsch! Wir sind gespannt, was für spannende Projekte entstehen werden! Übrigens: Um einen eSport-Verein aufzubauen, muss man nicht aus einer großen Stadt kommen. Dass das in der Provinz auch super geht, zeigen zum Beispiel Vereine wie „Semper Fidelis“ aus Eckental (Bayern), „Playing Ducks“ aus Peine (Niedersachsen) und „Mighty P!xels eSports“ aus Gailingen (Baden-Württemberg).

Selbstfahrende Busse in Betrieb genommen

Wo wir schon bei spannenden Projekten sind: In Monheim am Rhein (NRW) sind seit dieser Woche selbstfahrende Elektro-Linienbusse im Einsatz. Fünf Stück sind derzeit in Betrieb und verbinden den Busbahnhof mit der Altstadt. Das sind etwa zwei Kilometer. Ein Bus ist etwa vier Meter lang und hat Platz für sechs Personen.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte Mobilitätsexperte Andreas Knie: „Sie sind in der Lage, da hineinzufahren, wo klassische Busse nicht hinkommen. Sie können Lücken schließen. Die berühmte letzte Meile ist damit wunderbar zu bewerkstelligen.“ Vor allem für den ländlichen Raum und Kleinstädte ergebe sich großes Potential, da es dort kein dichtes Verkehrsnetz gibt.

Das Projekt in Monheim ist eines der ersten mit autonom fahrender Buslinie in Deutschland, so die dpa weiter. Ganz ohne menschliche Hilfe kämen die Busse dort aber noch nicht aus: Ein sogenannter Operator fahre mit und steuere die Busse an Kreuzungen. In Bad Birnbach (Bayern) sei ein selbstfahrender Bus bereits seit 2017 im Einsatz, der aber noch nicht im fließenden Verkehr fahre. In Berlin, München und anderen Städten seien ähnliche Busse in Testprojekten unterwegs.

Wie wir Roboter im Job (nicht) wollen

Neben dem Tweet von Hans Jagnow hat es auch die Geschichte der BBC über Roboter in meine Timeline geschafft. Wenn du Englisch kannst: Absolute Leseempfehlung. Es geht um die spannende Frage, wie Roboter sein müssen, damit wir sie als gute Kolleg*innen wahrnehmen.

Bestimmt hast du schon häufiger besorgte Leute gehört, die sagen, dass Maschinen und Roboter den Menschen zukünftig ihre Arbeitsplätze wegnehmen würden. Dieses Vorurteil wird im Artikel aufgegriffen. Nancy Cooke, Professor für kognitive Wissenschaft und Direktor der Arizona State Universität erklärt: „You need to think from the beginning of how you’re going to put these teams together, and give the robot [or] AI the job that the robot or AI does best and that the human doesn’t want to do, or that’s too boring or dangerous for the human.“ Das bedeutet: Der Roboter soll nicht einfach irgendeinen Job übernehmen, sondern einen, in dem er am besten ist. Einen, den die Menschen nicht machen wollen, ihn zu langweilig oder gefährlich finden. Wir empfinden Roboter dementsprechend als gute Kolleg*innen, wenn sie uns unterstützen und nicht ersetzen.

Außerdem werden diese Punkte im Artikel genannt:

  • Ein Roboter mit limitierten Fähigkeiten kann leichter in ein menschliches Team integriert werden, als einer, der sehr komplex ist.
  • Roboter können Aufgaben gut umsetzen, allerdings sind sie oft nicht die besten Team-Player. Und zwar weil sie egoistisch reagieren und die Interessen der anderen nicht erahnen können.
  • Es gibt zwei riskante Situationen in der gemeinsamen Arbeit von Mensch und Roboter: Wenn die Maschine nicht so funktioniert wie sie sollte und der Mensch daran verzweifelt. Oder wenn der Mensch sich schlecht fühlt, weil der Roboter die Aufgabe besser umsetzt.

Das Fazit: Ja, Roboter können einige Aufgaben schneller, effizienter und besser umsetzen als Menschen. Aber: Der Mensch ist trotzdem schlauer. Der Roboter kommt an seine physischen und kognitiven Fähigkeiten und Verknüpfungen nicht heran.

Die Frage aus der Artikel-Überschrift möchte ich gerne an dich weitergeben: Was müsste für dich ein Roboter machen, damit du ihn als gute*n Kolleg*in wahrnimmst? Würde dir ein Roboter in deinem Job gerade helfen können oder macht der Einsatz dort für dich aktuell keinen Sinn? Antworte gerne in den Kommentaren. Ich bin gespannt, was du so erzählst.

10 Tools für kollaboratives Arbeiten

Wo wir bei unterstützender Technik sind: Ich habe leider keinen Roboter für dich, dafür aber 10 Online-Tools, die dir beim gemeinsamen Arbeiten mit deinen Kolleg*innen helfen können. Schau gerne mal vorbei, ich hoffe, dass sie dir deinen Arbeitsalltag erleichtern.

Jeder sollte Medien verstehen lernen

Ein Thema über das wir hier zukünftig noch häufiger reden wollen, ist der Umgang mit Medien. „Kinder haben im Umgang mit Medien viel zu erlernen. Das vergisst man schnell, wenn man beobachtet, wie geschickt schon kleine Kinder mit Tablets und Smartphones umgehen können. Doch Medienkompetenz bezieht sich längst nicht nur auf die Bedienung von Geräten“, sagt Theresa Lienau, die Teil eines Projekts zur „Medienerziehung im Dialog von Kita und Familie“ ist. Das finden wir ebenfalls so wichtig und richtig. Wir würden als Team der Digitalen Provinz aber gerne noch ergänzen, dass jeder mitgenommen werden soll, beispielsweise auch Senior*innen. Niemand soll außen vor gelassen werden. Stichwort: Digitale Teilhabe.

Um herauszufinden, welche Projekte es für Kinder und Senior*innen für den Umgang mit Medien bereits gibt, brauchen wir deine Hilfe. Schreibe uns gerne, welche du so kennst, damit wir hier die aktuellen Angebote zukünftig genauer beleuchten können. Danke für deine Hilfe!

Event-Tipp: #EDUswabia20

Ja, bis November ist es noch etwas hin. Aber das Event „#EDUswabia20“ schließt so gut an den Appell an, dass Kinder den Umgang mit Medien lernen müssen. Denn einer der Orte, wo sie das tun (sollten), ist die Schule. Die Organisator*innen der #EDUswabia20 beschreiben auf ihrer Homepage, dass das Ziel ist, „Lernen und Lehren mit digitalen Medien an Schulen kritisch zu beleuchten und allen Teilnehmern Anregungen für den sinnvollen Einsatz im Schulalltag zu geben. Die Veranstaltung richtet ihren Blick auf die Bildung in einer digitalen Welt.“ Das Event findet am Staatlichen Berufschulzentrum Neusäß, Landkreis Augsburg, statt und ist für Lehrkräfte aller Schularten und Unterrichtsfächer gedacht. Anmeldungen sind noch nicht wieder möglich, in den Kalender kannst du dir das Event aber trotzdem schon einmal eintragen.

Tschüüüss, bis zum nächsten Mal! 🙂

Das war es für diese Woche leider schon wieder mit dem Weekly. Ich freue mich aber so sehr, dass du mit dabei warst! Bis wir uns wieder hören, möchte ich dir neben der heutigen Themen noch etwas mit auf den Weg geben. Und zwar das hier:

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Sei mal ehrlich: Kennst du die optimalen Größen einer Insta-Story oder des Facebook-Coverbilds? 🤔 Ich meine: Ja, die Insta-Story ist im 9:16-Format. Aber, dass das 1.080 Pixel x 1.920 Pixel sind? Kann ich mir ehrlich gesagt nie merken. 😔 —————————————— Da ich vermute, dass ich da nicht alleine bin, habe ich uns allen die Infos in diesem Post notiert. 📝 Swipe durch die Bilder um zu sehen, welche wichtigen Größen es bei #Instagram, #YouTube, #Facebook, #Twitter, #Snapchat und #TikTok gibt. 🥰 Speichere dir diesen Post gerne, um die Größen jederzeit parat zu haben. 😍🎉 Falls du dich fragst, wie das Speichern funktioniert: In meinem Story-Highlight zur “Save”-Funktion kannst du dir das anschauen. ✨ —————————————— Vielleicht fragst du dich gerade, wofür du die Social Media-Größen überhaupt kennen solltest. Sie sind wichtig, damit du Bilder, Videos und Co., genau so präsentieren und platzieren kannst, wie du gerne möchtest. Das wirkt so viel professioneller, als ein abgeschnittenes oder unscharfes Bild mit falscher Größe. 👍💪 Und: Solltest du selbst Bilder und Grafiken für die sozialen Netzwerke erstellen, ist es wichtig, die richtigen Formate zu kennen. 🙂 —————————————— 💬 Wie ist es bei dir? Welche sozialen Netzwerke nutzt du und achtest du dabei auf die Größen? 🙂 —————————————— #socialmedia #instahacks #socialmediacontent #sizes #bildbearbeitung #hilfreich #photoshop #socialmediatipps #creative #digital #digitalart

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Ich persönlich liebe es Bilder zu bearbeiten und Posts für die einzelnen sozialen Netzwerke zu erstellen. Allerdings kann ich mir die optimalen Größen immer nicht merken. Also klar: Eine Insta-Story ist im 9:16-Format. Aber, dass das 1.080 x 1.920 Pixel sind? Deshalb habe ich dir in meinem Insta-Post die wichtigsten Größen für die sozialen Netzwerke Instagram, YouTube, Facebook, TikTok, Snapchat und Twitter zusammengestellt. Ich hoffe, dass sie dir helfen können.

Bleib kreativ, hab eine tolle Zeit und bis nächste Woche! 🙂