Herzlich Willkommen zum heutigen Weekly! Schön, dass du mit dabei bist. Ich bin Johanna Daher und habe diese Themen für dich:

Tools für deine Arbeit im Home-Office

First things first: Es ist das, was uns gerade alle betrifft und worüber jeder spricht – das Corona-Virus. Für viele, deren Job das zulässt, bedeutet das auch: Arbeit im Home-Office. Ich schreibe dir dieses Weekly beispielsweise gerade auch von meinem persönlichen Schreibtisch aus. Weil wir uns als Digitale Provinz ebenfalls für diese Sicherheitsmaßnahme entschieden haben.

Falls es dir genauso geht, dass du gerade von Zuhause arbeitest, können wir dich hoffentlich unterstützen. Und zwar haben wir dir Tools notiert, die dir beim Home-Office helfen können:

Übrigens: Wie das Online-Magazin CHIP berichtet, stellen Microsoft und Google manche ihrer Programme fürs Home-Office aktuell kostenlos zur Verfügung. Schau auch da gerne mal vorbei.

Podcast mit New Work-Spezialistin Inga Höltmann

Dass jemand auch von Zuhause arbeiten kann, ist an sich nichts Neues. Wie die Digitalisierung uns alle dabei unterstützt, neue Arbeitsräume und Möglichkeiten schafft, aber schon. Das Ganze heißt deshalb auch New Work“, also neue Arbeit“ und wird immer mehr Teil einiger Berufe. Wie das Online-Lexikon der Gründerszene beschreibt, ergibt sich die New Work aus der heutigen Konsequenz der Globalisierung und Digitalisierung und welche Auswirkungen diese Konsequenzen auf die Arbeitswelt haben.“ Damit einher gehen diese Aspekte, die ich persönlich wirklich spannend und wichtig finde:

  • Selbstständigkeit
  • Freiräume für Kreativität
  • Entfaltung der eigenen Persönlichkeit
  • Teilhabe an der Gemeinschaft

Ja, New Work ist nicht 1:1 in jedem Job möglich, aber in ziemlich vielen. Wie das genau aussehen kann, darüber hat unser Digitale-Provinz-Chef Daniel Krüger mit Inga Höltmann gesprochen. Sie ist Spezialistin für New Work, Wirtschaftsjournalistin und Gründerin der Accelerate Academy, einer Plattform für neues Arbeiten & Lernen. Hör gerne mal rein:

Hilfreiche Tipps fürs Homeschooling

Die aktuelle Corona-Situation wirkt sich natürlich nicht nur auf Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen aus. Beispielsweise wurden auch Schulen geschlossen, bis durchschnittlich Mitte April (das variiert etwas nach Bundesland) bleibt das auch so. Das bedeutet für viele Eltern, dass sie ihre Kinder jetzt Zuhause unterrichten. Da viele von ihnen eben keine Lehrer*innen sind, stellen sich beispielsweise die Fragen: Wie macht man das? Und mit welchem Unterrichtsmaterial?

In den sozialen Netzwerken, gerade auf Twitter (#Homeschooling), gibt es viele hilfreiche Ideen und Tipps. Damit du die nicht einzeln durchsuchen musst, habe ich dir die wichtigsten Infos, zum Beispiel Plattformen für Unterrichtsmaterial, im Video zusammengefasst. Mit dabei sind auch Tipps für Lehrer*innen, wie sie ihren Klassen Aufgaben, Arbeitsblätter und Co. zur Verfügung stellen können:

Natürlich ist das Corona-Virus schrecklich, Menschen sind daran gestorben. Und jeder ist einer zu viel. Ich möchte aber an dieser Stelle des Weekly auf das Positive schauen und wie Inga Höltmann die Chancen dieser Krise betrachten: Wir alle sind jetzt mehr oder weniger gezwungen uns digitale Lösungen zu überlegen. Gerade im Bereich der digitalen Bildung wird das beispielsweise deutlich. Wo vorher viel darüber diskutiert wurde, wie Schulen digitaler werden können, wird jetzt einfach ausprobiert, getestet und gemacht. Und das finde ich richtig stark. Dabei rücken wir alle zusammen, helfen uns und werden so ein Team. Das ist so, so wichtig und gefällt mir wirklich gut. Ich hoffe sehr, dass diese gemeinsame Motivation und der Fokus auf das Digitale als Lösungsansatz beibehalten bleibt, wenn es in Sachen Corona Entwarnung gibt.

Oh je: Das nicht-digitale Gesundheitssystem

Wie zwingend notwendig es ist, dass die Digitalisierung wirklich die einzelnen Arbeitsbereiche erreicht, wird beispielsweise an unserem deutschen Gesundheitssystem deutlich, das natürlich wegen Corona komplett im Mittelpunkt steht. Diesen Tweet hatte ich unter anderem in meiner Timeline, der sich auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung bezieht:

Ich habe das ehrlich gesagt fassungslos gelesen. Ja, nicht jeder hat ein Tablet oder super-turbo-schnelles Internet bei sich an der Arbeit. Aber wie kann es denn sein, dass noch Faxgeräte genutzt werden? Kommentiere gerne, wenn ich da falsch liege oder du das anders siehst. Aber ich, geboren 1993, weiß nicht einmal, wie man das bedient. Und gerade an den Stellen, wo man Infos schnell versenden sollte und das gegebenenfalls auch für viele Leute zugänglich (Ärzte, Labore, Krankenhäuser). Uff. Und dann musste ich schmunzelnd an dieses fiktive Gespräch denken:

Übersetzung: „Kannst du mir eine Kopie faxen?“ „Nein, das geht wegen dem Ort an dem ich lebe nicht.“ „Wo lebst du?“ „Im 21. Jahrhundert“

Man beachte, dass dieser Tweet, der damals viral ging, aus 2014 stammt. Und wer weiß: Bestimmt hat vorher auch schon mal jemand solche Witze gemacht. Aber, Humor bei Seite: Ich denke, uns ist allen klar, dass sich da etwas ändern muss. Und das Gesundheitssystem ist durch Corona jetzt eben in den Fokus geraten. Wer weiß, an welchen anderen Stellen man auch noch solche „Faxen“ macht.

Startet jetzt: Hackathon der Bundesregierung

Wenn du jetzt auch den Drang verspürst, dich einzubringen und unsere Gesellschaft und Arbeitswelt digitaler zu machen, ist das hier vielleicht genau das Richtige für dich: Ab sofort (20. bis 22. März 2020) veranstaltet die Bundesregierung einen Hackathon. Details dazu findest du hier:

Und auch, wenn du nicht am Hackathon teilnehmen solltest: Du kannst dich jederzeit mit deinen Ideen einbringen. Setze gerne deine digitalen Projekte um, fühle dich dazu ermutigt. Jeder von uns prägt und gestaltet den digitalen Prozess mit und ist dafür wichtig.

Der digitale Oberbürgermeister von Rostock

Passend dazu möchte ich dir noch eine Person vorstellen, der die Digitalisierung besonders wichtig ist: Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister von Rostock. Er sagt im Gespräch mit dem Online-Magazin brand eins:

„Ich habe zum Beispiel gerade angeordnet, dass ich bald nur noch digital erreichbar bin. Jeder, der dann etwas von mir möchte, muss mir seine Anfrage digital schicken. 

Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister von Rostock

Außerdem fragt er dort weiter, wieso es beispielsweise keine digitale Plattform gibt, von der sich alle Kommunen einzelne Apps für ihre Bedürfnisse herunterladen können. Eine ganz schön gute und berechtige Frage. Als kleine Inspiration für andere Orte: Claus Ruhe Madsen hat auch Projekte, die schon umgesetzt werden. Gemeinsam mit der Ostsee-Sparkasse Rostock wurde ein digitaler Dienst entwickelt, mit dem neben der Abfrage des Kontostandes auch der Sperrmüll bestellt oder der eigene Hund an- oder abmeldet werden kann. „Wenn ein Kunde einmal seine Daten in der App hinterlegt hat, muss er keine lästigen Anträge mehr schreiben“, sagt er. Ein wichtiger Schritt also, weg von der Zettelwirtschaft, hin zur digitalen Effizienz.

Mach’s gut und bleib gesund!

Für heute war es das schon wieder mit unserem Weekly. Ich hoffe, dass du spannende und hilfreiche Impulse daraus mitnehmen konntest. Kommentiere gerne, wie es dir in der Corona-Krise gerade so geht und welche digitalen Tools du dabei Zuhause nutzt.

Diese Gedanken und Frage möchte ich dir gerne noch mitgeben:

Bis zum nächsten Mal. Bleib gesund! Wir freuen uns, von dir zu hören. 🙂