GuMo allerseits — es ist Freitag und damit fast schon wieder Wochenende! Das neue Weekly gibt es schon heute von mir, Susanne, für euch, liebe Digitale Provinzler*innen. Diesmal habe ich für euch aus den Weiten des Internetzes folgendes gefischt:

CoWorkLand — Community trotz(t) Corona

Corona und all seine Maßnahmen sind auch für die Coworking-Szene eine Herausforderung. Das CoWorkLand kennen viele bereits als mobilen Pop-Up Coworking-Space, dahinter verbirgt sich aber auch eine Genossenschaft, die mehrere Coworking Spaces in Deutschland betreibt. Die Genossenschaft hat diese Woche ein digitales Netzwerktreffen veranstaltet. Ich habe darüber exklusiv mit Ulrich Bähr gesprochen. Spoiler: Corona hat die Coworking-Community näher zusammengebracht.

Das Treffen: Alle zwei Wochen trifft sich aktuell die Genossenschaft, um sich über Aktuelles und Wichtiges auszutauschen. Dabei ist aus dem Mitgliedertreffen mittlerweile ein kleines Netzwerktreffen geworden, erzählt Ulrich Bähr. Es war ganz schön voll. 38 Leute waren da, das ist schon viel für unsere Verhältnisse. Thematisch drehte sich viel um den geplanten Coworking-Space in Lägerdorf. Dort seien die ersten Leute eingezogen. Auch Forschungsprojekte standen auf der Agenda. Denn die Coworking-Community erhalte viele Anfragen, von der Bachelorarbeit bis hin zu höheren akademischen Sphären. Die Community wachse immer weiter, auch in Bayern gibt es jetzt ein Genossenschaftsmitglied. „Wir wachsen zu einer bundesweiten Bewegung“, freut sich Bähr.

Es geht also weiter mit dem Coworking, auch in Zeiten von Corona. Die Zeiten sind nicht ideal, aber es gebe zumindest einen positiven Effekt. Die Community wächst enger zusammen. Wir hatten vorher Bedenken, dass zweiwöchige Treffen zu viel sein könnten, sagt Ulrich Bähr. Das Gegenteil sei der Fall. Die häufigeren Treffen haben die Community gestärkt. Der Rhythmus halte die Coworking-Community zusammen. Das freut mich besonders, so Bähr.

Die Zukunft: Bis die Coworking-Spaces wieder richtig öffnen können — Mitglieder konnten bei genug Einzelräumen auch in den letzten Wochen in einigen Spaces arbeiten — wird es noch dauern. Da ist Ulrich Bähr sich sicher. Aber: Es gibt kreative Lösungen in der Coworking-Pipeline. Vom 29. Mai bis 28. Juni findet in Wentorf bei Hamburg ein Coworking Open Air statt. „Da werden wir unter freiem Himmel ein Corona-sicheres Coworking an Einzelarbeitsplätzen anbieten. Wir wollen Arbeits-Inseln mit Pop-Up-Containern bauen“, erklärt Ulrich Bähr.

Die Meetings finden alle zwei Wochen über Zoom statt. Infos über Uhrzeit und Zoom-Kennwort findet ihr auf Twitter, auf Facebook und auf der Website. Alle Interessierten sind willkommen, betont Ulrich Bähr.

Übrigens: Ulrich Bähr war auch schon Gast in unserem Digitale Provinz-Podcast. In der Folge erklärt er unserem Host und Digitale Provinz-Chef Daniel, warum Coworking wichtig für Kommunen und das Leben auf dem Land ist. Hört mal rein!

Mit dem Radwanderbus an die Elbe

Deutschland hat in Sachen Fahrradmobilität noch einiges aufzuholen. Während es in den Niederlanden eine Pendlerpauschale für Radfahrer*innen gibt, sind bei uns noch nicht mal überall Radwege vorhanden. Was so alles geht, wenn denn alle (und damit meine ich die Politik) wollen, zeigt Lüneburg. Dort soll ab Mai 2021 ein Radwanderbus die Radtourist*innen mit ihrem Gefährt an die Elbe bringen. Das schreibt die Lüneburger Zeitung.

Worum geht’s: In der Tourismus-Saison von Mai bis September soll an den Wochenenden und an den Feiertagen ein Radwanderbus Tourist*innen auf zwei Rädern an die Elbe fahren. Die Gäste fahren im Bus, die Fahrräder auf einem separaten Anhänger. Das exakte Ziel ist die Elbtalaue, die bisher mit dem Rad nicht gut zu erreichen ist — weil weit weg. Das erklärt Leo Demuth vom Verkehrsclub Deutschland gegenüber der Lüneburger Zeitung. Das soll den Tourimsus in der Region um die Elbtalaue ankurbeln. Auch Pendler*innen, die von der Elbregion nach Lüneburg mit dem Fahrrad fahren, könnten von diesem Bus profitieren, so Lokalpolitiker Andreas Köhlbrandt (SPD) laut Zeitung.

Hintergrund: Der Bus soll die Strecke nach Bleckede/Neu Darchau bedienen. Es gibt bereits einige Shuttle-Angebote in der Region um Lüneburg. Die Elbtalaue sei bisher aber noch nicht erschlossen worden. Die Kosten belaufen sich laut Schätzungen für Fahrten im Zeitraum von Mai bis September auf rund 42.000 Euro, der Anhänger für den Bus kostet noch einmal 19.500 Euro.

Quo vadis, ländlicher Raum?

Die Dörfer werden immer leerer, die Bewohner*innen immer älter — der demografische Wandel und die Landflucht stellen ländliche Räume vor große Herausforderungen. Das weiß auch Dr. Marta Doehler-Behzadi, Leiterin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen. In einem Interview mit dem Architekturmagazin nxt-a stellt sie fest: Die Flucht Richtung Stadt ist nicht immer freiwillig.

Worum geht’s: Die anhaltende Landflucht kann für beide Seiten negative Folgen haben. Während die Dörfer leerer werden, füllen sich die Städte punktuell. Während an der einen Seite nicht genug Wohnungen vorhanden sind, stehen andere Regionen beinah leer. In Kombination mit der aktuellen politischen Lage entsteht, so umschreibt es Dr. Marta Doehler-Behzadi, ein Gefühl des Abgehängtseins.

Die Menschen erleben große Umbrüche, Veränderungen – etwa durch die Flüchtlingsströme, den Klimawandel oder die Digitalisierung. Drei völlig unterschiedliche Dinge, aber stets ist das Problem hierbei, dass die Menschen diese Veränderungen nicht mit ihrem eigenen Leben, ihrer Lebenswirklichkeit in Einklang bringen können. Daraus entstehen Sorgen, Angst, Wut. 

Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Türingen, nxt-a.de, Stand: 13.05.2020

Auch deshalb betrachtet die IBA Thüringen mit ihrem übergeordneten Thema StadtLand die Wechselwirkungen zwischen den beiden. Mit Blick auf Thüringen, ein Bundesland mit kleinteiliger Sieldungsstruktur, so Doehler-Behzadi, versuche die IBA Lösungsansätze zu finden, Strategien zu entwickeln und Projekte zu realisieren, die dann auf andere Räume übertragbar sind.

Das Prinzip Dorf vs. Stadt ist überholt

Eine entscheidende Frage ist an dieser Stelle auch: Was ist der ländliche Raum? Dr. Marta Doehler-Behzadi betont hier die Definitionsschwierigkeiten, da es weder die Stadt noch das Land gebe. Beide seien in ihren jeweiligen Ausprägungen sehr heterogen, sehr unterschiedlich. Ein Dorf in Thüringen gleicht nicht per se einem Dorf in NRW. Was jedoch auffalle: Die Lebenswelten dieser beiden — ich sage mal — Pole liegen nah beieinander. Niemand im Dorf ist noch auf die Jahreszeiten angewiesen, die Lebenswelten gleichen sich immer weiter an.

Beidem begegnen wir vorurteilsfrei, aber ohne Pathos gegenüber der europäischen Stadt einerseits, aber auch ohne ein romantisierendes Landlust-Gefühl, und schließlich auch völlig frei von Land-Frust. Es geht um einen neuen gesellschaftlichen Stoffwechsel. 

Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Türingen, nxt-a.de, Stand: 13.05.2020

Der ländliche Raum verändert sich — und wir nehmen es nur selten wahr. Ein Grund dafür sei der Fokus auf die Stadt, sagt Doehler-Behzadi. Dies will die IBA Thüringen in Angriff nehmen, mit ihrem Fokus auf das Thema StadtLand.

LeerGut statt Leerstand

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist ein stetiges Umdenken, Neudenken. Das beginnt schon bei Leerstand, beziehungsweise LeerGut. Diese Aufwertung ist wichtig, um das Potenzial aufzuzeigen, das sich hinter augenscheinlich maroden Gebäuden verbergen kann. Sanieren statt abreißen, Vereine gründen, Fördermittel ausschöpfen — es ist viel Arbeit, aber es ist wichtig, betont Doehler-Behzadi: „Hier wollen wir als IBA zeigen, dass man derlei Wagnisse eingehen muss, um eine Region wiederzubeleben, auch um historischen Bestand zu erhalten.“

Dabei kann auch Neubau und Erhaltung Hand in Hand gehen, wie etwa der Sch(l)afstall in Bedheim zeige. Der Neubau auf den Grundmauern eines alten Stalls fügt sich in die historische Umgebung ein, die Architekten Gründer Kirfel haben es damit sogar in die DAM-Preis-Shortlist 2020 geschafft. Dabei sei ein wichtiger Schritt der Fokus auf ländliches Bauen gewesen: lokales Engagement, regionale Materialien. Ein weiteres Beispiel ist auch das Timber Prototype House, das die starke Bewaldungen Thüringens mit ins Auge fasst und sich auf den Rohstoff Holz fokussiert.

Landleben neu denken

Was von der IBA Thüringen bleiben soll, wenn ihre Zeit 2023 endet? Dr. Marta Doehler-Behzadi findet klare Worte: „Es geht eben doch auf dem Land!“

Ja, aber: Das Interview ist eines der wenigen, die die Wechselwirkung zwischen Stadt und Land richtig benennen. Nicht jedes Dorf und jede Stadt gleichen sich, wer beides in Einklang bekommen will und neue Lösungen für Landflucht finden will, muss zwingend auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner*innen eingehen. Klickt mal ins komplette Interview bei nxt-a.de, es lohnt sich!

Teilhabe-Atlas 2020: Lücken im Land

Deutschland, du Flickenteppich — damit meine ich an dieser Stelle nicht den Förderalismus, sondern die teils großen Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen und sogar innerhalb von Kreisen und Gemeinden, wenn es um gesellschaftliche, wirtschaftliche und digitale Teilhabe geht. Gerade jetzt in Zeiten von Homeoffice und teils schlechtem Zugang zum Internet zeigt sich: Es gibt Regionen, die drohen abgehängt zu werden. Das zeigt der Teilhabe-Atlas des Berlin-Instituts.

Studie: Die Studie hat alle 401 Landkreise und kreisfreien Städte auf ihre Chancen zur gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und digitalen Teilhabe untersucht. Dabei zeigen sich eklatante Unterschiede innerhalb der Regionen. Dabei wurden die 401 Landkreise und kreisfreien Städte in insgesamt sechs Cluster eingeteilt, je nach sozioökonomischen, demografischen und strukturellen Indikatoren, so die Studie. Um herauszufinden, wie die Menschen dort selbst diese ungleichen Lebensverhältnisse wahrnehmen, haben die Forscher*innen 15 Regionen besucht und vor Ort mit den Menschen gesprochen: mit Bürger*innen, Politiker*innen sowie Vertreter*innenn aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Ergebnisse kompakt

  • Große regionale Unterschiede:
    Die Cluster-Analyse hat gezeigt, dass sich durch Deutschland ein hohes Gefälle im Bereich Teilhaben zieht. Drei große Cluster haben sich herausgebildet: jeweils drei städtische und drei ländliche Cluster mit jeweils guten, mäßigen und geringeren Teilhabechancen.
  • Städte haben die Nase vorn:
    Wer in der Stadt lebt, ist besser versorgt, von Supermarkt bis Ärzt*innenbesuch. Innerhalb der urbanen Cluster zeigen sich da kaum Unterschiede. Auf dem Land sieht das schon anders aus. Teils lange Wege für den Einkauf und schlechte Infrastruktur ziehen sich durch alle Cluster — bis auf einige Regionen im wirtschaftlich starken Ba-Wü und in Regionen mit großen Kreisstädten.
  • Im Süden sieht’s ziemlich gut aus:
    Keine Überraschung, aber jetzt auch wissenschaftlich bestätigt: Die sehr erfolgreichen Regionen liegen alle im Süden Deutschlands — Ba-Wü, Bayern und das südliche Hessen. Sonst finden sich nur vereinzelt ähnlich gut aufgestellte Regionen, die — bis auf den brandenburgischen Kreis Dahme-Spreewald im Berliner Umland — alle in Westdeutschland liegen. Surprise. Not.
  • Im Osten leider nix neues:
    Es hat sich schon angedeutet — der Osten liegt zurück. Dabei ähnelt sich der größte Teil der Landkreise im Osten im Bereich der Teilhabechancen, so die Studie: Die Landkreise Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsen-Anhalts sowie Thüringens finden sich ausnahmslos im Cluster mit den schlechtesten Durchschnittswerten wieder. Allein zwei sächsische und sechs brandenburgische Landkreise haben den Sprung geschafft. Sie liegen alle im Speckgürtel von beliebten Großstädten. Im Westen haben nur wenige Landkreise mit ähnlich großen strukturellen Problemen zu kämpfen. Naja, dafür haben wir hier Nudossi.
  • Es ist nicht alles auf dem Land schlecht und in der Stadt nicht alles gut:
    Auch das ist keine Überraschung: Die Landbewohner*innen wissen, dass sie zur Arbeit teils weite Wege in Kauf nehmen müssen und das nächste Krankenhaus im Zweifelsfall zu weit weg sein kann. Ähnlich auch die Städter*innen, die trotz besserer Teilhabechancen unter steigenden Mieten und unter dem hohen Verkehrsaufkommen leiden. Wer sich übrigens zu letzterem besser informieren möchte, klickt mal in unseren New Mobility-Podcast mit Katja Diehl. Disclaimer: Die Studie weist daraufhin, dass das Stimmungsbild nicht repräsentativ sei, aber einen guten Einblick in das Stimmungsbild der Menschen gebe.
  • Unterschiede auch innerhalb der Landkreise und kreisfreien Städte:‘
    Tja, nicht nur Stadt und Land unterscheiden sich, auch Land und Land und Stadt und Stadt. Einige Ortschaften stehen vor größeren Problemen als andere. In einigen Stadtvierteln wohnen mehr Menschen, die ALG beziehen und mit schlechterer Infrastruktur kämpfen. Dafür empfehle ich übrigens einen Blick ins ach so reiche Hamburg und dessen Viertel Veddel. Dort musste jahrelang eine Ärztin knapp 5000 Menschen versorgen, ohne Apotheke vor Ort.
  • Digitalisierung: Edition Stadt vs. Land
    Und ja, auch hier wenig Neues. Die Stadt hat das bessere Internet und ein Großteil der am schlechtesten digital angebundenen Regionen liegt — Überraschung — im Osten.
Screenshot der kostenlosen Studie. Das Berlin-Institut freut sich aber auch über Spenden. Quelle: https://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Teilhabeatlas/Teilhabe_Online.pdf

Ja, aber: Also das Wichtigste vorweg. Die Studie stammt aus dem Jahr 2019, ist dennoch so ziemlich die aktuellste und größte Studie zur Teilhabe Stadt vs. Land. Da besonders in Zeiten von Corona und etlichen Einschränkungen diese Unterschiede besonders sichtbar werden — Stichtwort Homeoffice auf dem Land und das Internet — habe ich mich dazu entschieden, diese Studie mit ins Weekly aufzunehmen. Denn das Bild, das die Studie zeichnet, ist nur in einem Punkt überraschend: Es gibt nicht DIE Stadt und DAS Land. Sondern innerhalb dieser beiden großen Punkte etliche Unterschiede. Auch im ländlichen Raum gibt es teilweise schnelles Internet. Um ein Gleichgewicht zu finden und Lösungen für diese Gefälle zu finden, müssen wir immer im Hinterkopf behalten, dass jede Region, jedes Dorf und jeder Kreis individuell zu betrachten ist.

Smart City & Ethik: Vorreiter Darmstadt

Smart Cities wollen das Leben in der Stadt noch digitaler machen. Wie das geht, habe ich bereits in Weekly #14 am Beispiel der Stadt Soest, in Weekly #7 anhand der Stadt Ahaus gezeigt. Darmstadt geht jetzt noch einen Schritt weiter: Im Zuge des Smart City-Programms hatte die Stadt früh entschieden, einen Ethik- und Technologiebeirat einzuberufen, der den Transformationsprozess begleitet. Dieser wurde 2019 von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung fest verankert. Kommune 21 hat ein Jahr später nachgehakt.

Der Beirat: Insgesamt 32 Menschen sitzen im Ethik- und Technologiebeirat der Stadt Darmstadt. Die Idee dazu entstand im Prozess der Projektentwürfe im Rahmen des Smart City-Programms, berichten die Smart City GmbH-Geschäftsführer*innen Simone Schlosser und José David da Torre Suárez gegenüber Kommune 21. Der Beirat berät nach folgendem Prinzip:  Alle digitalen Projekte müssen „den Alltag der Bürger*innen angenehmer, effizienter und umweltfreundlicher gestalten und dabei die Kernziele sicher, nachhaltig, zukunftsorientiert, partizipativ sowie wertvoll für das Gemeinwesen verfolgen.“

Leitlinien: Dafür hat der Beirat sogenannte Leitplanken geschaffen. Die Formulierungen sind dem Bericht bei Kommune 21 entnommen:

  • Der Digitalisierungsprozess ist dem Gemeinwohl verpflichtet, mit dem Ziel der sozialen und/oder ökologischen Verbesserung der kommunalen Daseinsvorsorge.
  • Es dürfen keine neuen Machtstrukturen durch Digitalisierung entstehen, die sich demokratischer Kontrolle entziehen könnten, automatisierte Verfahren dürfen die Verantwortung demokratisch gewählter Gremien nicht ersetzen.
  • Als dritte Leitplanke legte der Beirat fest, dass offenzulegen ist, wann eine Maschine verwaltungstechnisch eingesetzt wird. Diese dürfe weiterhin auch nicht die demokratisch gewählten Entscheidungsgremien ersetzen.
  • Ferner ist der diskriminierungs- und barrierefreie Zugang in die Stadtverwaltung zu erhalten, analoge Angebote müssen weiterhin Bestand kommunaler Infrastruktur sein.
  • Auch Abhängigkeiten von Produkten und Firmen gilt es laut der Darmstädter Digitalethik zu vermeiden, die öffentliche Hand solle digitale Infrastrukturen so souverän wie möglich entwickeln und betreiben.
  • Personengebundene Daten dürfen nicht verkauft und so wenig wie möglich erfasst und weitergegeben werden. Hingegen sollten nicht-personengebundene, öffentliche Daten möglichst benutzerfreundlich zur Verfügung gestellt werden.
  • Weiterhin sind alle Digitalisierungsprojekte von Anfang an auf mögliche Folgen zu bewerten, die Verletzlichkeit und Resilienz der Daseinsvorsorge samt deren Funktionssicherheit sind zu gewährleisten.

Ja, aber: Den Ansatz finde ich persönlich ziemlich gut! Gerade was Datenverarbeitung angeht, ist es wichtig, klare ethische Linien zu finden. Was ich mir an der Stelle noch wünsche beziehungsweise erhoffe: Dass von diesen Projekten auch wirklich ALLE Bürger*innen profitieren können, also beispielsweise auch Personen mit weniger Einkommen oder mit Behinderungen. Diese Leitplanken sollen Vorbild für weitere Smart Cities sein, so Kommune21. Da würde ich glatt ein Ausrufezeichen hinter setzen.

Macht’s gut & bleibt gesund!

Wir sind für diese Woche durch mit dem Weekly. Eine Kleinigkeit habe ich noch für euch. Unsere neue Podcast-Folge ist am Mittwoch online gegangen. Ich habe mit Jonas Fiedler gesprochen, dem 20-jährigen Mastermind hinter Shareforus. Diese Cloud-Plattform hat er schon als Schüler entwickelt. Wie es dazu kam und wie es sich für ihn in der digitalen Provinz im Sauerland so lebt? Hört mal rein!

Dann bis nächste Woche und bleibt gesund <3 !

Digitale Provinz ist ein Projekt der Kommunikations-Agentur Korrektur NachOben.

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