Auf dem Bild ist ein silbernes MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Weekly’s back – alright! Mit den Backstreet Boys in den Ohren heiße ich, Susanne, euch herzlich willkommen nach der Sommerpause! Ich hoffe, ihr hattet eine gute Zeit und ihr seid gesund. Was wir in der Zeit so getrieben haben? Das seht ihr gleich. Außerdem habe ich diesmal für euch:

Digitale Provinz goes Digital-Konferenz: Wir laden euch ein zum Macher:innen-Tag!

Bäm! Jetzt ist es raus! Mit einem großen Knall geht es direkt aus der Sommerpause zurück! Nach etlichen Brainstormings, Meetings und ziemlich viel koffeinhaltiger Brause können wir euch endlich verraten, was wir da eigentlich die letzten Wochen so gemacht haben:

Auf dem Bild ist das Logo der Digital-Konferenz von Digitale Provinz zu sehen. Die Konferenz trägt den Namen Macher:innentag. Das Logo besteht aus einem weißen Kreis, in dessen Mitte die Buchstaben d und p in dunkelgrün und in hellgrün stehen. Rechts davon geht ein dunkelgrüner Balken ab, auf dem in weißer Schrift Macher:innen-Tag steht. Darunter geht ein zweiter Balken vom Kreis ab, dieser ist hellorange und trägt die weiße Inschrift: die Digital-Konferenz.
Foto: Dylan Gillis via Unsplash. Design: Steffen Jany, Korrektur NachOben.


Am 30. Oktober laden wir zum Macher:innen-Tag – ins Internet!

Digitale Provinz macht eine eigene Digital-Konferenz! Konfetti! Glitterregen! Kevin Bacon!

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Wir fanden unsere virtuelle Afterhour im Rahmen des Digitaltags 2020 so toll, dass wir gerne in die Verlängerung gehen wollen. Deshalb möchten wir für euch eine Digital-Konferenz veranstalten zum Thema Digitalisierung auf dem Land und ihre – jetzt kommt’s – Macher:innen. Wer alles dabei sein wird? Das verraten wir euch in den kommenden Wochen – Kevin Bacon wird es nicht sein, so viel schonmal vorab.

Also stay tuned und haltet auf unseren Social-Media-Kanälen die Augen auf.

Übrigens: Der Doppelpunkt ersetzt ab jetzt unser Gender-Sternchen. Das Sternchen wird von Spracheausgabe-Programmen mit „Sternchen“ vorgelesen, der Doppelpunkt mit einer Pause. Daher haben wir uns für den Doppelpunkt entschieden. #DigitaleBarrierefreiheit.

Wettbewerb: Ein Jahr digitale Pionierarbeit in Loitz!

Denkt mal nicht an Brandenbuuurg und vergesst Hallelujah Berlin: Kreative Köpfe und Visionär:innen sollten jetzt nach Loitz gucken. Da sucht die Initiative Dein Jahr in Loitz zwei Personen, die ab April 2021 für ein Jahr dorthin ziehen und ein Projekt hochziehen. Gefunden habe ich das Ganze übrigens in Frederik Fischers Telegram-Channel „Neues Leben und Arbeiten auf dem Land“. Lohnt sich!

Worum geht’s: Leute, ab nach Loitz. Das Projekt Dein Jahr in Loitz will ab April 2021 eine Zwei-Personen-WG in einem rustikalen Haus ansiedeln, die dann für das Erdgeschoss des Hauses ein Projekt entwickeln. Unterstützung gibt es dabei natürlich auch von Menschen vor Ort. Klingt ziemlich gut und wird noch besser, denn: ein Grundeinkommen von 1000 Euro gibt es obendrauf.

Hintergrund: Die Region Peenetal/Loitz in Vorpommern nimmt laut Homepage seit 2015 am Wettbewerb um den Titel „Zukunftsstadt 2030“ teil. Diesen richtet das Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus. In diesem Wettbewerb hat das Team die letzte Runde erreicht – und dazu gehört die Umsetzung des Projekts.

Bis zum 30. September könnt ihr euch hier bewerben. Mehr Infos zum Prozedere gibt es hier bei den FAQs.

Deutschlandfunk goes Provinz und Stadtforscherin Cordelia Polinna erklärt … die Stadt

Diesmal gibt es direkt zwei Tipps zum Thema Stadt & Landflucht von mir für euch. Während der Hörbeitrag die Vorteile und die Probleme von Förderprogrammen behandelt, schaut die Initiative Berlin Brandenburg 2040 (BB2040) auf das enge, schwierige, spannenden Verhältnis zwischen der Metropole und ihrem funkelnden Speckgürtel.

Wie digitales Arbeiten und Bürgerstiftungen helfen können

Warum gibt es immer noch so viele klamme Kommunen, wenn es doch gleichzeitig so viele Fördermittel gibt? Dieser Frage ist ein Diskussionspapier des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Wüstenrot-Stiftung nachgegangen. Die Antwort überrascht nicht, unterstreicht aber nochmal die komplexe Problematik rund um Förderprogramme für den ländlichen Raum: Die Programme erfordern viel Bürokratie, dafür braucht es Personal. Kein Geld für Personal, kein Personal für etwaige Anträge –> keine Fördermittel.

Eigenanteil und viel Bürokratie

Dazu kommt häufig noch ein finanzieller Eigenanteil, den viele Kommunen nicht stemmen können. Die Förderprogamme kommen also bei den Kommunen, die sie am dringendsten brauchen, nur teilweise an. Das erklärt Susanne Dähne vom Berlin-Institut im Deutschlandfunk-Beitrag „Dörfer mit Zukunft – Wie digitales Arbeiten und Bürgerstiftungen helfen können“ von Anke Petermann.

Der Beitrag porträtiert unter anderem das rheinland-pfälzische Doppeldorf (!) Gleiszell-Gleishornbach, das seit Anfang 2019 im Landesprogramm Dorferneuerung ist. Im letzten Jahr wurden im Rahmen dieses Programms einige Workshops durchgeführt, unter anderem zu Themen wie Dorferneuerung für die Jugendlichen und zum sozialen Miteinander. Ideen gibt es, aber nicht alle Dorfbewohner:innen sind begeistert, wenn innovative Ideen auch neue Nachbar:innen anziehen. Ein Drahtseilakt zwischen Zukunftsdenken und Tradition.

Den ganzen Beitrag findet ihr hier, das Diskussionspapier hier. Beides lege ich euch ans <3 !

Berlin in Brandenburg: Speckgürtel im Fokus

Die Interview-Serie DIAGNOSE! ist Teil des Projekts Berlin Brandenburg 2040. BB2040 will die transformativen Prozesse in Berlin und Brandenburg mit Blick auf die Infrastruktur erforschen. Will heißen: Was passiert in Berlin und Brandenburg eigentlich gerade und was hat beispielsweise die schwierige Wohnsituation in Berlin damit zu tun? Auftritt Stadtforscherin Cordelia Polinna von Urban Catalyst.

Spill-over Effekt: Berliner:innen zieht es nach Brandenburg

Die Wohnungsnot und die Konkurrenz um Fläche zwischen Mensch und Miethai in Berlin hat auch weitreichende Folgen für die Kommunen in Brandenburg. Der Trend Stadtflucht aufs Land hält an – und bringe die Verwaltungen in Brandenburg ans Limit. Gleichzeitig brauche das massive Stadtwachstum Berlins eine „vorausschauende Steuerung“. Und dazu gehöre zwingend der Ausbau des ÖPNV und eine gute Verkehrsinfrastruktur für das Fahrrad. Die macht sich übrigens nicht nur in Berlin gut, sondern auch in Sachsen-Anhalt, just saying …

Das ist natürlich nur ein Ausschnitt, des über einstündigen, sehr spannenden Interviews, das ihr in voller Länge hier gucken könnt. Infos zum wirklich ziemlich coolen Projekt BB2040 findet ihr hier.

Wer in Brandenburg übrigens schon länger was reißt, ist Frederik Fischer. Den Podcast mit ihm und unserem Head of Digitale Provinz, Daniel Krüger, lasse ich euch nochmal da.

Neue Podcastfolge mit Johannes Mairhofer

Und wir bleiben kurz beim Digitale Provinz-Podcast, denn: Unser neuer beziehungsweise aktueller Podcast mit Johannes Mairhofer ist alle seine rund 55 Minuten wert – und das sage ich nicht nur, weil ich auch dabei bin. Johannes ist Fotograf, WordPress-Berater und hat nebenbei die Plattform speakabled hochgezogen. Das Ziel: Panels, Diskussionen, Konferenzen wirklich divers machen und Menschen mit Behinderungen eine Bühne bieten, auch abseits von Themen wie Inklusion. Ein Wort, das Johannes übrigens sehr kritisch sieht. Hört mal rein!

Konsumtempel Upcycling: Neue Ideen für alte Beton-Bauten

Was sich in den 80er-Jahren schon andeutete, ist heute brutale Beton-Realität: Der Trend Konsumtempel in Form von Karstadt und Galeria Kaufhof ist vorbei. Was bleibt? Die Bauten. Und dafür haben einige Städte kreative Lösungen gefunden, die nicht nur die Innenstadt aufwerten, sondern auch die Städter:innen näher zusammenbringen sollen. Darüber schreibt Rainer Müller für die Zeit.

Worum geht’s: Das große Thema im Text „Schaut auf Gelsenkirchen, Herne, Oldenburg“ ist die Zweitverwertung oder besser gesagt Aufwertung der ehemaligen Betonbauten von Karstadt und Co. Wie das besonders gut klappen kann, zeigt unter anderem die Stadt Oldenburg. Dort schafft Architekt und Projektentwickler Alexis Angelis aus einer ehemaligen Hertie-Filiale einen innerstädtischen Begegnungsort – „Core“ nennt sich das Projekt, eine Mischung aus Eventfläche, Gastronomie, Coworking und so weiter. Ein Zentrum urbaner Kleinstadt-Kultur. Dies sei aber keine Neuerung, so Rainer Müller, sondern – mit Blick auf die weiter um sich greifenden Schließungen der großen Warenhäuser – eine seit Jahren anhaltende Entwicklung.

Vom Kaufhaus zum Kulturort

Ein weiterer Punkt sei vor allem die gefühlte Werthaftigkeit der Objekte. Müller verweist hier auf die ältere Generation, die sich beim Anblick der großen Bauten an die gute alte Zeit erinnert. Gerade deshalb sei ein umsichtiger Wandel vom alten Kaufhaus hin zum urbanen Spot nötig. Wie das klappen kann, zeigt beispielsweise auch die Stadt Chemnitz. Statt Gemüse und Kaffeebohnen gibt es hier jetzt Kultur: Ein Museum ist in das alte Kaufhaus gezogen.

Solche Projekte (werden) oftmals nur von Bauherren aus der Region mit entsprechender Ortsgebundenheit und Standortkenntnis realisiert.

Quelle: Stadtplanerin Nina Hangebruch zu den hohen Kosten der Projekte, Schaut auf Gelsenkirchen, Herne, Oldenburg, Rainer Müller, zeit.de, 23.08.2020

In Gelsenkirchen-Buer haben sich lokale Akteur:innen zusammengeschlossen und gemeinsam das „Linden-Karree“ aufgebaut. Dort sind jetzt unter anderem Volkshochschule, Fitnesscenter und Stadtbibliothek unter einem Dach. Ein ausschlaggebender Faktor sei auch die Verwurzelung der Planer:innen. Denn, so Raumplanerin Nina Hangebruch gegenüber Rainer Müller: „Multifunktionale Umnutzungen sind finanziell sehr kostspielig, insbesondere wenn sie mit einer aufwändigen Umstrukturierung der Bestandsimmobilie einhergehen. Deshalb werden solche Projekte oftmals nur von Bauherren aus der Region mit entsprechender Ortsgebundenheit und Standortkenntnis realisiert.“

Den ganzen Beitrag mit weiteren Beispielen für eine Umnutzung findet ihr hier.

Event: Die Digitale Woche läuft!

Der Herbst wird dieses Jahr ziemlich digital: Nicht nur unser eigenes Event steht in den Startlöchern, bei den Kolleg:innen ist auch ganz schön viel los. Zum Beispiel läuft seit dem 20. August schon die Digitale Woche. Dabei dreht sich alles ums Ehrenamt, siehe Motto #SicheresEhrenamt. Hinter der Digitalen Woche stecken übrigens Deutschland sicher im Netz, Digitale Nachbarschaft und Engagement macht stark.

Das Programm: Ja, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Digitale Woche bietet Workshops, Sprechstunden, Seminare, Mitmachaktionen – alles rund um das Thema Ehrenamt. Ich habe drei Veranstaltungen für euch rausgesucht, die ich besonders spannend finde. Plot twist: Die Woche ist aber eigentlich keine Woche an sich, sondern dauert fast vier Wochen. Boom.

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Programmauswahl von mir für euch

Digitale Schnitzeljagd 60+ in Hamm

Die Quartiersentwickler:innen in Hamm laden alle Interessierten über 60 Jahren zu einer interessanten Tour in den Kurpark Hamm ein. Über den gesamten Zeitraum kann die Strecke selbstständig begangen werden. An verschiedenen Stellen sind dann QR-Codes versteckt, die mit Hilfe des Smartphones lesbar werden. Hier wird dann jeweils eine den entsprechenden Ort betreffende Frage gestellt, die zu einem Lösungswort führt. Alle Stationen sind auf einer Karte im Lösungszettel vermerkt und müssen nicht der Reihe nach abgegangen werden.

Für erfahrenere Smartphonenutzer:innen ist eine Sonderaufgabe vorgesehen. Unter allen registrierten Teilnehmer:innen werden attraktive Preise verlost. An folgenden Terminen stehen freiwillige Helfer:innen zur Unterstützung im Kurpark bereit:

Samstag, 29.08.20, 15 Uhr
Mittwoch, 02.09.20, 10 und 16 Uhr
Samstag, 12.09.20, 15 Uhr

Info: Die Laufzettel sind bei den Quartiersentwickler:innen erhältlich, liegen am Eingang des Kulturbüros, Ostenallee 87, hinter dem blauen Elefanten aus und können heruntergeladen werden.

(Quelle: https://www.digitale-woche.de/aktionen/detail/digitale-schnitzeljagd-60/)

Digitale Sprechstunde zum Thema digitale Zusammenarbeit am Beispiel von Microsoft „Teams

In dieser digitalen Sprechstunde wird in einem kleinen Personenkreis auf die Nutzung von Microsoft „Teams“ eingegangen. Hierbei werden Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit vorgestellt.

Termine: 27. August – 27. September 2020, 18 -19 Uhr

Mehr Infos unter http://www.vereinsplatz-wnd.de/.

Web-Seminar: Kollaborieren – oder kollabieren. Wie Sie auch in Krisenzeiten erfolgreich im Ehrenamt zusammenarbeiten

Gerade in Zeiten von Corona ist der digitale Austausch wichtig – auch und besonders unter Ehrenamtler:innen. Dabei kann eine Kollaborations-App wie Cocuun helfen. In einer 30-minütigen Session lernen Interessierte, was die App kann und wie ein Verein davon profitieren kann.

Termin: 28. August 2020, 17:00-17:45 Uhr

Anmelden könnt ihr euch hier, mehr Infos gibt es hier.

Das ist alles nur ein winziger Teil eines wirklich durchdachten Programms, das sich auf digitales Ehrenamt konzentriert hat. Wer sich fragt: Was ist digitales Ehrenamt und was macht mensch da überhaupt? Fear not! Ich habe in einer Podcast-Folge mit Digital-Ehrenamtlerin und #socialmediagedönstante Ute Schulze gesprochen. Hört mal rein!

Die betterplace academy geht an den Start!

Corona, Homeoffice – ihr wisst schon, wovon ich rede, oder? Nein, diesmal geht es um das Thema Fortbildungen. Das ist nämlich in Zeiten von Maskengegner:innen (eyeroll) und generell Corona in geschlossenen Räumen nicht die beste Idee. Muss aber auch gar nicht sein, denn seit dieser Woche ist die betterplace academy online!

Worum geht’s: Unter dem Motto Sozial lernt Digital bietet die betterplace academy Webinare und How Tos zu Themen wie Storytelling für Organisationen, Webseitenerstellung, Selbstmanagement oder auch bezahlte Facebook-Werbung. Klingt ziemlich gut, gerade für ehrenamtliche Geschichten, die für Social-Media-Auftritte wenig Kapazitäten haben – personell und finanziell. Denn: Die Kurse sind kostenfrei.

Das Programm: Aktuell stehen auf der Website neun Kurse zur Verfügung. Neben den Online-Kursen finden auch alle 14 Tage Live-Termine statt – also Präsenzseminare in der digitalen Variante. Der nächste Termin am 10. September dreht sich um das Thema Newsletter.

Mehr Infos zur betterplace academy findest du hier, für die Kurse registrieren kannst du dich hier.

Tschüss & bleibt gesund!

So, das war’s für diese Woche! Wenn ihr wie ich am Wochenende am liebsten umsonst & draußen seid, dann gibt es hier noch ein schönes Beispiel aus der Kategorie „Klaue ich eigentlich gerade Äpfel?“ – die Kausa Fallobst. Im bayrischen Volkach hängen deshalb an Bäumen, bei denen die Menschen gerne zugreifen können, gelbe Bänder. Darüber berichtet der Bayerische Rundfunk.

Gibt es wohl auch schon in anderen Gegenden – ich kannte es noch nicht und finde es eine ziemlich gute Idee! Vor allem mit Blick auf Lebensmittelverschwendung.

Und bevor es jetzt wirklich ins Wochenende geht:

Wir wollen Kultur- und Kreativpilot 2020 werden!

Wir haben uns für den Titel Kultur-und Kreativpiloten Deutschland beworben. Noch bis zum 30. August könnt ihr im Publikumsvoting für unser Projekt abstimmen und uns so direkt in die entscheidende Runde bringen. Wir würden uns riesig freuen! Fürs Voting klickt ihr hier.

So, das war’s. Bis nächste Woche und bleibt digital!

Digitale Provinz ist ein Projekt der Kommunikations-Agentur Korrektur NachOben.