Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Willkommen zum ersten #Weekly im Oktober! Ein besonderer Monat steht für uns an, denn am 30.10. findet der Macher:innen-Tag statt, unsere eigene Digital-Konferenz, wohoo! Tickets bekommt ihr hier. Bis dahin bleibt aber noch genug Zeit, die digitale Woche Revue passieren zu lassen. Ach ja, dieser Newsletter kommt übrigens, nicht wie sonst, von meiner Kollegin Susanne (die genießt ihren wohlverdienten Urlaub), sondern von mir: Anne, Social-Media-Redakteurin und seit Neuestem die Dritte im Bunde beim DigitaleProvinz-Podcast-Game. Aber dazu später mehr. Jetzt habe ich erstmal folgende Themen für euch:

Auf ein Neues: Summer of Pioneers geht in die nächste Runde

Frederik Fischer gehört mittlerweile schon fast zum Weekly-Inventar. Kein Wunder, denn wir sind nicht nur große Fans von seinen Projekten, sondern es gibt auch Neuigkeiten vom Summer Of Pioneers! Der geht nämlich in eine neue Runde und erweitert sich um eine Kommune: Altena, eine 18.000-Einwohner:innen-Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen.

Zur Erinnerung hier nochmal eine Erklärung, was es mit dem Summer of Pioneers auf sich hat. 2019 startete die erste Runde im brandenburgischen Wittenberge. Vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 hatten 20 (zum Schluss 27) Pionier:innen die Möglichkeit, das Leben in Wittenberge zu testen. Im Rundum-Sorglos-Paket waren außerdem eine möblierte, vergünstigte Wohnung und ein Platz im offiziellen SoP-Coworking-Space enthalten. Ziel ist es, Kleinstädte und unterschätzte Kommunen zu potenziellen Wohnorten für diejenigen zu machen, die sonst in Hamburg, Berlin oder Köln vor sich hin tüfteln, also Digital-Macher:innen in die Provinz zu holen.

via Giphy

Das Beste? Beide Seiten profitieren: die Pionier:innen, die sich weder um bezahlbaren Wohnraum Gedanken machen müssen, noch um zu wenig Platz für neue Ideen und die Kommune, die sich über frischen Wind und kreative Köpfe freut. Ihr fragt euch jetzt vielleicht: Ja gut, aber hat das Ganze denn was gebracht? Da gibt’s von mir ein eindeutiges JA, denn von den 27 Digital-Arbeiter:innen blieben 15 Wittenberge erhalten oder sind zumindest regelmäßig dort. Grund genug, noch eine Schippe draufzulegen.

Von Brandenburg geht’s diesmal nach Südwestfalen, eine der umsatzstärksten Provinzen Deutschlands. Mittendrin Altena. Früher Produktionsstätte für D-Mark-Rohlinge, heute eine Kommune, die Lust auf nachhaltige Veränderung hat und zeigen will: Bei uns geht was! Deshalb werden wieder 20 Teilnehmer:innen aus ganz Deutschland gesucht, die 1. Lust auf’s Land haben, 2. für ihre Arbeit lediglich eine stabile Internetverbindung brauchen und 3. bereit sind, vom 1. Mai bis 31. Oktober 2021 in eine der Pionier:innen-Wohnungen zu ziehen.

2021 öffnet Altena seine Arme mit dem Summer of Pioneers für Menschen, die gemeinsam eine solidarische, progressive und nachhaltige Zukunft auf dem Land gestalten wollen.

Summer of Pioneers auf https://www.altena-pioneers.de/

Klingt gut, aber ihr seid euch noch nicht so ganz sicher, ob das was für euch ist? Kein Problem! Denn dafür veranstalten die Macher:innen von Summer of Pioneers einen Schnuppertag, für alle Interessierten. Am 10. Oktober von 14-17 Uhr habt ihr die Chance, Altena, den Coworking-Space und einige Wohnungen kennenzulernen, ein Gefühl für’s Provinz-Flair zu bekommen und natürlich all eure Fragen zu stellen. Anmelden könnt ihr euch hier. Außerdem verlinke ich euch hier nochmal die offizielle Website mit weiteren Infos.

Die Zukunft der ländlichen Räume: EU-Kommission startet Umfrage

Das wohl spannendste Thema diese Woche liefert die EU-Kommission höchstpersönlich! Denn sie möchte von ihren Bürger:innen wissen: Wie soll das Landleben bis 2040 aussehen? Was muss auf infrastruktureller und digitaler Ebene getan werden? Was braucht es, um die Versorgung und Lebensqualität in der Provinz zu verbessern? Dafür hat sie eine Online-Befragung ins Leben gerufen, schreibt agrar heute.

via Giphy

Die sogenannte öffentliche Konsultation mit dem fancy Namen: „Eine langfristige Vision für ländliche Gebiete“ richtet sich an alle Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Bis zum 27. November habt also auch ihr die Chance, der Kommission eure Meinungen und Ideen für eine digitale, moderne, zukunftsorientierte Provinz mitzugeben.

Die Befragung soll vor allem die Dinge ins Licht rücken, die noch nicht klappen: eine intakte, nachhaltige Mobilität, eine ausgebaute Infrastruktur, das Stoppen der Landflucht und Reagieren auf den demografischen Wandel. Das kennen wir ja schon. Ich denke aber, dass eine gezielte Befragung der Menschen in den kleinsten Kommunen eine gute Grundlage ist, um Probleme endlich anzupacken und dort anzufangen, wo es notwendig ist. Gerade die Menschen in kleinen und mittelständischen Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben, sozialen Organisationen und lokalen Projekten können der EU auf diese Weise zeigen, wo noch Nachholbedarf ist. Also ran an die Fragen!

Für die Umfrage benötigt ihr einen Account, den ihr euch hier anlegen könnt. Zum Login und zum Fragebogen geht’s hier.

eGovernment meets Uni

Erstsemester in Ludwigsburg und Kehl ab diesem Jahr so: „Und was studierst du?“ – „Irgendwas mit eGovernment.“ Denn an den Verwaltungshochschulen in den baden-württembergischen Kommunen geht ein neuer Studiengang an den Start und ebnet so den Weg Richtung eGovernment, papierlose Verwaltung und smartes Rathaus. Hallo Bachelor Digitales Verwaltungsmanagement! Schön, dass du endlich da bist!

via Giphy

Zukünftig werden in Ludwigsburg und Kehl jedes Semester 25 Studierende zu echten eGov-Expert:innen ausgebildet. Die Studierenden lernen über sechs Semester, wie sie digitale Technologien für die Verwaltung auf kommunaler und Landesebene nutzen können, wie die digitale Kommunikation zwischen Bürger:innen und Verwaltung funktioniert und entwickeln Strategien zum Digitalisieren von langwierigen, analogen Prozessen.

Nicht erst seit der Corona-Krise kommt es für Bürgerinnen und Bürger wie für Unternehmen darauf an, möglichst schnell und kontaktlos mit der öffentlichen Verwaltung interagieren zu können.

Ulrich Steinbach, Amtschef des Wissenschaftsministeriums & Ministerialdirektor

Neben den technischen Dimensionen der (Achtung Buzzword!) Digitalisierung über rechtliche Grundlagen innerhalb der Verwaltung bis hin zu klassischem Verwaltungsmanagement und Digital Leadership ist alles dabei, was Menschen in der Digital-Verwaltung von morgen wissen müssen. Gute Arbeit, BaWü!

Mehr Infos zum Studiengang findet ihr hier und hier.

Hörtipp: Neue Podcastfolge mit Karin Demming

Ich habe es oben schon kurz durchblicken lassen: Jetzt bin auch ich im Podcast-Game und als Moderatorin für unseren Podcast unterwegs. Ich freu mich riesig, dabei zu sein! <3

Mein erster Gast war Karin Demming, die nicht nur die Mutter einer ehemaligen Grundschulklassenkameradin von mir ist (die Welt is einfach ’n Dorf!), sondern auch Mitinitiatorin der Plattform Bring Together. Ihre Mission ist es, Menschen zusammenzubringen, die gemeinschaftlich leben möchten. Denn Coliving, das weiß Karin, ist eine ziemlich gute Sache – auch in der Provinz. Wie die Matching-Strategie von Bring Together funktioniert, warum ländliche Räume besonders gefragt sind und wie Karin am liebsten lebt, hat sie mir in Folge 23 unseres Podcasts erzählt. Hört mal rein:

Unseren Podcast gibt’s übrigens auch bei Deezer und ApplePodcasts und hier auf unserem Blog.

Eine Cloud für Thüringen

Für eGovernment-Thema No. 2 geht’s nach Mitteldeutschland in die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Greiz und Sömmerda. Die wollen Thüringen bis Mitte der 2020er vernetzen und digitale Angebote für alle Städte, Kommunen und Kreise schaffen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Geplant ist die Realisierung eines Rechenzentrumsverbundes, also quasi eine Cloud für ganz Thüringen. Say what?

via Giphy

Das Ganze entsteht in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Verwaltung 4.0 in Thüringen, das Kommunen in Sachen Digitales berät. Langfristig sollen alle Verwaltungen des Landes möglichst digital und bürger:innen-freundlich werden. Heißt: Familienhund anmelden und Baugenehmigung oder Pass beantragen geht dann online. Bevor das alles klappt, müssen aber erstmal alle Kommunen fit für die Digitalverwaltung gemacht werden, also die technologischen Voraussetzungen getroffen und Mitarbeitende geschult werden. Für den Bau der Rechenzentren, etwa im Kreis Schmalkalden-Meiningen, wurden bereits Gelder locker gemacht. Etwa 2,2 Millionen Euro sollen in das neue Bauprojekt fließen.

Mehr Infos findet ihr im Artikel der SZ.

Und jetzt: Wochenende!

Für diese Woche war’s das mal wieder von mir. Nächste Woche bin ich wieder für euch am Start mit den wichtigsten Digital-News der Woche. Bis dahin klickt euch doch in unseren Vortrag vom Kommunal-Konvent von forum.bfd.digital. Susanne und ich haben in einem Video-Podcast am 30. September über Stadtflucht, die Chancen und Hürden bei der Projektgründung in der Provinz und das digitale Landleben gesprochen. Bis zum 6. Oktober sind die Aufzeichnungen noch online und können angesehen werden.

Mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr zum Video (vorher müsst ihr euren Namen und eure E-Mail-Adresse angeben).

So, jetzt aber. Ich verabschiede mich und euch ins Wochenende und sage wie immer: Macht’s gut, habt’s schön und bleibt digital! ☼

Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Digitale Provinz ist ein Projekt von Korrektur NachOben.