Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Hallo zusammen! Ich, Susanne, bin zurück aus dem Urlaub an der Ostsee, zwischen Rentner:innen in Steppjacken und Strandkorb mit Rotwein. Nur für euch bin ich direkt wieder tief ins Internetz eingetaucht. Diesmal mit dabei:

Go, go Räderrepublik: Ein Hamburger Start-up macht aus deinem Rad ein E-Lastenrad

Ja, ok, Hamburg ist nicht die Provinz, ich weiß. Aber das Projekt Nüwiel um Natalia Tomiyama ist einfach super spannend. Bei Nüwiel dreht sich alles um Anhänger für Fahrräder und New Mobility. Darüber schreibt Alexandra Endres für die Zeit-Serie Sie bewegen was, die über Frauen in der Mobilitätsbranche berichtet.

Worum geht’s: Gründerin Natalia Tomiyama hat vor vier Jahren mit Fahad Khan das Start-Up Nüwiel gegründet. Das Ziel: nachhaltige Mobilität in der Stadt fördern. Und wie? Mit batteriebetriebenen elektrischen Fahrradanhängern. Tschüss Auto, hellooo E-Lastenrad.

Und diese Anhänger sehen nicht nur gut aus, sie halten auch so einiges aus. Ohne Anstrengung sollen die Radler:innen damit bis zu 150 Kilogramm transportieren können, so Endres. Möglich macht das ein Sensor, den Fahad Khan entwickelt hat. Dieser misst die Geschwindigkeit des Rads, sodass eine Steuerungseinheit die Geschwindigkeit von Rad und Anhänger synchronisiert. Fünf Jahre lang hätten sie an der Technik getüftelt, so Natalia Tomiyama gegenüber Zeit. Mittlerweile düsen die Anhänger in fünf deutschen Städten über die Radwege.

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Das ist aber nur die technische Seite. Warum für Natalia Tomiyama Teamwork mit das Wichtigste ist und wie sie die immer noch männerdominierte Mobilitätsbranche einschätzt, lest ihr hier.

Sonderpreis für Women in Mobility

Speaking of: Es ist wichtig, Frauen in der Mobilitätsbranche sichtbar zu machen. Das hat auch der Deutsche Mobilitätspreis erkannt. Der Sonderpreis ging dieses Jahr an die Initiative Women in Mobility, kurz WiM. Das Projekt will Frauen in der Branche miteinander vernetzen und hat in zehn europäischen Städten WiM-Hubs dafür eingerichtet. Eine ziemlich gute Sache, finde ich! Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Eine weitere New Mobility-Expertin saß übrigens schon bei meinem Kollegen Daniel Krüger remote im Digitale Provinz-Podcast: Katja Diehl, Mobilitäts-Mastermind und Initiatorin des Podcast #shedrivesmobility. Die Folge lasse ich euch nochmal da und grüße Richtung Norden.

Studie: Corona und Mobilität – Fahrrad ja, Auto aber auch

Wir bleiben mobil hier im Weekly: Laut Mobilitätsmonitor 2020 des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), hat Corona auch das Verhalten der Deutschen in Bezug auf Mobilität verändert. Über diese Studie berichtet Heise. Spoiler: Das Auto bleibt wichtig, das Fahrrad wird es endlich.

Worum geht’s: Wer jetzt gehofft hatte, dass das Auto langsam abdanken würde – leider nein. 76 Prozent benutzen ihr KfZ mehrmals die Woche, so die Studienmacher:innen. Weit abgeschlagen ist hingegen der ÖPNV. Fairerweise ist das in Zeiten einer Pandemie und Maskenverweigerer:innen auch nachvollziehbar für mich. Wenn denn die Autofahrer:innen wenigstens Lust auf E-Mobilität hätten, wäre ja schon ein bisschen was erreicht. Auch hier leider nein, leider gar nicht. Nur 24 Prozent können sich derzeit vorstellen, ein E-Auto zu nutzen. Der Hauptgrund dafür ist laut Studie der hohe Anschaffungspreis, direkt gefolgt von der schlecht ausgebauten Infrastruktur der Ladesäulen.

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ABER und das freut mich dann persönlich auch sehr: Knapp ein Drittel der Befragten fährt häufiger Fahrrad und wird auch nach Corona das Fahrradfahren beibehalten – wann das „nach“ sein soll, weiß wohl niemand. Die Hälfte der Befragten glaubt zudem, dass das Fahrrad in den nächsten zehn Jahren wichtiger wird. Ein Viertel will außerdem häufiger zu Fuß gehen.

Die Slides zur Studie und den Heise-Artikel zur Befragung findet ihr hier, den gesamten Mobilitätsmonitor 2020 mit vielen weiteren Infos mit Blick auf Klima hier.

Homeoffice: Zwischen Flexibilität und Entgrenzung

Wenn ich abends meine Mails checke(n würde) – dann wäre das aus arbeitsrechtlicher Sicht zunächst erst einmal nicht erlaubt. Manchmal wäre es aber auch einfach praktisch. Oder handelt es sich beim Late Night Email-Check nur um eine weitere Entgrenzung von Arbeit? Looking at you, Work-Life-Balance. Das Homeoffice – die Arbeit im (eigentlich) Privaten – ist ein Drahtseilakt zwischen Arbeitsrecht und Recht auf Feierabend. Das zeigt besonders gut ein Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit Björn Böhning, SPD-Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Soziales, und Johannes Vogel, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

Worum geht’s: Nun ja, um das ewige Thema. Wann kommt das Recht auf Homeoffice – kommt es überhaupt, wieso ja, wieso nein – und wie kann das mit Blick auf Arbeitszeit und Ruhezeit klappen? Gerade in vielen kreativen Berufen kennen so manche den Begriff Ruhezeit nur vom Hörensagen.

Dass die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit immer stärker verschwimmen, greift im Interview auch Björn Böhning auf. Deshalb wolle die SPD die Erfassung der Arbeitszeit im Homeoffice angehen. Das ist jetzt nicht innovativ, wird aber tatsächlich noch längst nicht in allen Unternehmen umgesetzt. Für Johannes Vogel geht das am eigentlichen Problem vorbei, da schon jetzt millionenfach gegen das Gesetz verstoßen werde, das die Arbeitszeiten regelt.

Kleiner Reminder von Genossin Rihanna, wie das Arbeitsleben ohne Gewerkschaften heute aussehen würde.

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Spannend ist das Interview, abgesehen vom offensichtlichen Wahlkampf auf beiden Seiten, trotzdem, denn: Der Spagat zwischen völliger Entgrenzung der Arbeitszeit und dem Wunsch nach individueller und flexibler Gestaltung ist auf gesetzlicher Ebene nicht ganz einfach umzusetzen. Wie immer gilt: selbst lesen und nachdenken.

Übrigens: Den Text findet ihr nicht online, sondern hier als Tweet.

Außerdem: Zukunft der Arbeit hat einen informativen Text zum Thema New Work und Homeoffice veröffentlicht. Anlass war unter anderem eine ZDF-Doku, in der Homeoffice als entspannende Auszeit hingestellt worden sei, heißt es im Text. Bei letzterem ging es meinem Verständnis nach eher um Selbstinszenierung von Digital Nomads auf Instagram und Co., die für ihre Arbeit nur Laptop und WLAN brauchen und dann eben auch am Strand statt in Castrop-Rauxel sitzen können. Der Text von Zukunft der Arbeit fasst die wichtigsten Facts und Zahlen zu Homeoffice nochmal zusammen, klickt mal rein.

Mentoring-Programm: Brandenburg fördert junge Landwirt:innen

Kuh sucht Landwirt:in: In vielen landwirtschaftlichen Betrieben fehlt der Berufs-Nachwuchs. Und wer sich dafür entscheidet, den elterlichen, den nachbarschaftlichen oder einfach einen Hof zu übernehmen oder aufzubauen, steht mitunter vor vielen Herausforderungen. In Brandenbuuurg soll jetzt ein neues Mentoring-Programm junge Landwirt:innen dabei unterstützen. Darüber berichtet Julia Schürer für Agrar Heute.

Worum geht’s: Wer als Junglandwirt:in ein Unternehmen gründen will oder einen Hof übernehmen möchte, braucht Zeit, Wissen und Geld. Ersteres ist im Idealfall schon vorhanden, bei den letzteren beiden will die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) nachhelfen. Für das Förderprogramm „Aufbau eines Netzwerkes für Mentoring und Beratung für Junglandwirte in Brandenburg“ können sich ab sofort angehende Landwirt:innen oder Existenzgründer:innen bewerben.

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Was gibt’s dafür: Das Programm stellt den zwölf ausgewählten Landwirt:innen für zwei Jahre eine:n Mentor:in zur Seite. In diesen „Gründungs-Tandems“ sollen der oder die Mentor:in Fachwissen in mindestens fünf persönlichen Treffen vermitteln, heißt es in den Teilnahmebedingungen. Dazu gibt es auch Workshops und Seminare sowie Beratungen zu Themen wie Hofnachfolge, Betriebsentwicklung, Businessplan erstellen usw. Auch die Vernetzung innerhalb der Junglandwirt:innen soll deutschlandweit gefördert werden.

Bewerbung: Wer sich für das Programm interessiert, kann sich hier direkt anmelden oder beim Infotag der FÖL am 16. November in Potsdam beraten lassen. Einen Flyer mit allen wichtigen Infos zum Mentoring-Programm findet ihr hier.

Neuer Digitale Provinz Podcast: Bürgermeisterin Sibylle Entwistle pusht die digitale Verwaltung

Wie ihr vielleicht wisst, war ich zusammen mit meiner Digitale Provinz-Kollegin Anne Wihan in Geisenhausen für das Silicon Vilstal Erlebnisfestival unterwegs. Dort habe ich in einem Live-Podcast mit Corbinian Kempf von Labelbird, einem Online-Shop für regionale Mode, gesprochen. Meanwhile hat Anne in Vilsbiburg mit der frisch gewählten Bürgermeisterin Sibylle Entwistle über E-Government und die Frauenquote im Bürgermeister:innen-Amt diskutiert. Spoiler: In Niederbayern wird’s richtig digital. Hört mal rein!

Tschüss & wash your hands!

Das war’s für diese Woche! Bevor die Zeit der Jogginghose beginnt, noch einmal für euch die Erinnerung: Wir. Machen. Macher:innen-Tag! Am 30. Oktober sprechen wir mit Expert:innen, Aktivist:innen und – Macher:innen – zur digitalen Neuland-Bewegung. Seid dabei, lernt dazu, tauscht euch aus.

Auf dem Bild ist das Logo der Digital-Konferenz „Der Macher:innen-Tag“ von Digitale Provinz zu sehen. Das Logo besteht aus einem weißen Kreis, in dessen Mitte die Buchstaben d und p in dunkelgrün und in hellgrün stehen. Rechts davon geht ein dunkelgrüner Balken ab, auf dem in weißer Schrift Macher:innen-Tag steht. Darunter geht ein zweiter Balken vom Kreis ab, dieser ist hellorange und trägt die weiße Inschrift: die Digital-Konferenz. Ganz oben verläuft ein roter Balken durch die Grafik, auf dem in weißer Schrift steht: Tickets ab jetzt bei Eventbrite.
Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Digitale Provinz ist ein Projekt von Korrektur NachOben.

Die Grafik zeigt das Logo der Agentur Korrektur NachOben. Auf einem schwarzen Würfel stehen in weißer Schrift die drei Buchstaben k, n und o. Neben dem Würfel steht in schwarzer Schrift Korrektur NachOben.

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