Vom Tablet aufs Tablett – dank QR-Code und digitaler Karte von schneller besteller. Foto: Adobe Stock/hunsa

Gastronomie & Corona: Es ist nicht nur kompliziert, sondern katastrophal. Vielen Betreiber:innen droht durch die Einschränkungen das Aus. Könnte weniger Kontakt zwischen Servicekräften und Gäst:innen dabei helfen, eine nachhaltige Lösung für Gastronomiekonzepte zu finden statt Lokalitäten zu schließen? Die kostenlose App schneller besteller macht weniger und gleichzeitig besseren Kontakt zwischen Kellner:in und Kund:in durch die Verwendung von QR-Codes und digitalen Menükarten möglich – auch nach Corona.

Corona wütet weiter und es hagelt Beschränkungen – mit Recht: Abstand ist wichtig und richtig. Dennoch leiden Branchen wie Kultur und Gastronomie massiv unter den neuen Maßnahmen: wegfallende Einnahmen, Jobverlust und wer nicht die Chance auf ein erfolgreiches To-Go-Geschäft hat, muss komplett schließen. Mindestens für den ganzen November, mitunter bis ins neue Jahr.

Kontaktlose Bestellung dank QR-Code

Dabei könnte es durchaus möglich sein, einen gastronomischen Betrieb mit Personal und kontaktarmen Bestellmöglichkeiten aufrecht zu erhalten – zum Beispiel mit QR-Codes, die den Kontakt zwischen Kellner und Kund:in minimieren. Einscannen, Getränk auf der digitalen Karte auswählen, bezahlen – und auf Bier/Wein/Cocktail freuen. Langes Warten auf Karte und Kellner:in fällt damit weg. Die Idee stammt vom Magdeburger Start-Up schneller besteller.

Klick, klick, Prost – dank QR-Code du schneller zum Gin Tonic. Foto: PR

„Für das To-Go-Geschäft generiert der oder die Betreiber:in einen QR-Code, der dann auch online verlinkt werden kann“, erklärt Gründer Dave Gööck. Dieser ist, anders als Bluetooth oder NFC, technisch leicht umsetzbar und damit niedrigschwellig in der Umsetzung – die Gäst:innen müssen keine App installieren und für Gastronom:innen ist schneller besteller völlig kostenfrei. Über Filter lassen sich sowohl Karte als auch Vorlaufzeit für To-Go-Bestellungen anpassen. Wer bestellt, muss sich außerdem per SMS-Code mit der Telefonnummer verifizieren, die an den oder die Gastronom:in weitergeleitet wird. Das verhindert nicht völlig die missbräuchliche Nutzung der QR-Codes, sei aber mindestens eine „Hürde“, so Gööck. Eine Bezahlfunktion gibt es für die To-Go-Variante der App aktuell nicht, dies müsse weiterhin vor Ort geschehen.

Digitaler Service entlastet Servicekräfte

Auf vermutlich weiterhin geltende Corona-Beschränkungen nach November ist schneller besteller vorbereitet. „Wir haben in die App einen Corona Check-In implementiert“, sagt Dave Gööck. Wenn die Lokale wieder eingeschränkt öffnen, kann die Servicekraft über eine Zusatzfunktion die Daten der Gäst:innen direkt eintragen. Diese werden dann datenschutzkonform vier Wochen in einer Cloud gespeichert und danach automatisch gelöscht. Dies ist aktuell besonders wichtig für ein sicheres Zusammenkommen unter Freund:innen am Bartisch.

Und wenn dann Post-‚Rona vor Ort die Tische wieder voller sind, die Stimmung gut ist , kann die App schneller besteller den Service aktiv entlasten, so Gööck. Gastronomie lebt auch vom guten Kontakt zwischen Kellner:in und Kund:in. Und den will die App nachhaltig verbessern, auch dann, wenn Corona nicht mehr für Einschränkungen im Betrieb sorgt. Der digitale Service wolle Servicekräfte eben nicht einsparen, betont Gööck, sondern bei der Arbeit entlasten. „Der Kontakt zum Gast bleibt ja, denn das Getränk muss ja noch an den Tisch gebracht werden“, so der 42-Jährige.

Und dort ist auch die Idee zur App entstanden. „Ich saß mit ein paar Freunden 2018 in einer Bar und wir haben ewig auf die Karte gewartet. Nach dem Bestellen hat es dann noch sehr lange gedauert, bis das Getränk kam“, erzählt der Start-up-Gründer. Die Lösung: Wenn das Getränk kommt, direkt ein neues bestellen, um die Wartezeit zu minimieren. Kein gutes Bild für den Service und die Geburtsstunde der Idee für schneller besteller.

Corona-konform mit cloudbasierter Gäst:innen-Datenbank

Die Idee hat seitdem digitale Form angenommen, sodass in der geschlossenen Testphase ab Ende 2019 drei Magdeburger Lokalitäten und das Kulturpicknick der Festung Mark die kostenlose Software getestet haben – mit guter Resonanz, so Gööck. Seit diesem Oktober läuft die öffentliche Betaphase. Deutschlandweit können sich nun interessierte Gastronom:innen für die Gratis-App registrieren. Für den Betrieb mit schneller besteller braucht es nur eine kurze technische Einführung und ein Tablet oder Smartphone, das die Bestellungen verarbeitet.

Das nächste Ziel sind Investor:innen für die App. Aktuell ist das Start-up noch ein Nebenprojekt, dass das kleine Team in seiner Freizeit betreibt. Auf Expansion sind sie aber vorbereitet: „Dank cloudbasierter Technologie könnte schneller besteller auch 100.000 Bars betreiben. Das würde unsere Infrastruktur nicht überfordern“, so Gründer Dave Gööck.

Lust auf schnelles Bestellen und #digitalregionale Lösungen? Weitere Informationen zum Start-up findet ihr auf der Website von schneller besteller. Kennt ihr noch weitere Lösungen für die Gastro-Szene? Wie geht eure Stadt damit um? Schreibt uns gerne eine Mail an: digitaleprovinz@korrekturnachoben.de.

Kommentare (2)

  1. Coole Idee. Gibt es schon seit 5 Jahren, heißt chayns kommt aus Ahaus von Tobit.Software. Digitale Speisekarte, direkt bestellen und bezahlen. Sogar mit Ausgabeterminal im Produktpaket unter dem Namen wayter 🙂

    • Hey Dieter, vielen lieben Dank für den Hinweis.
      Wayter scheint eine akzeptable Lösung zu sein, sofern man 1000,- nur für das Starterpaket in die Hand nehmen möchte, Wayter scheint auch für jeden weiteren Stapel an QR Codes zusätzlich noch einmal Geld zu verlangen.

      Defacto, schneller-besteller ist KOSTENLOS, wayter kostet Geld und das nicht einmal wenig.

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