Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Fuffzig Weeklys! Wenn das mal kein Grund zum social-distancing-Feiern ist, dann weiß ich auch nicht!

Ich heiße Susanne und bin Redakteurin bei Digitale Provinz – und fische für euch ruhelos im Netz. Diesmal #digitalregional mit dabei:

New Work: Homeoffice-Pauschale now?

Und, liebe Freund:innen der Digitalen Provinz, schon Steuern gemacht für 2019? Wenn nicht, hier ein friendly reminder. Nächstes Jahr sollten gerade die Homeofficeler:innen an die Große Jagd nach den Unterlagen™ denken, denn: Wenn es gut läuft, wird Homeoffice steuerlich absetzbar. Darüber berichtet t3n unter Berufung auf die FAZ (Paywall!).

Worum geht’s: Wer im Homeoffice arbeitet, soll das pauschal absetzen können – mit fünf Euro pro Tag. Das klappt maximal für 120 Tage, macht insgesamt 500 Euro. Dies sei „die flexible Antwort auf die verkrustete Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer“, so Sebastian Brehm (CSU) gegenüber der FAZ. Aber: Damit diese Pauschale sich wirklich lohnt, müsste sie getrennt vom Arbeitnehmer:innen-Pauschbetrag von 1000 Euro, also den Werbungskosten, in der Steuererklärung behandelt werden.

Würde die 1.000-Euro-Pauschale die Homeoffice-Pauschale hingegen beinhalten, würden nur jene profitieren, deren Werbungskosten über die 1.000 Euro der Pauschale hinausgehen.

Quelle: Homeoffice-Pauschale: Koalition will Steuerentlastung für Heimarbeiter bringen, t3n, 29.11.2020

Zusätzlich würden diese fünf Euro/Tag sich nicht netto auf dem Konto materialisieren. Laut t3n hätte beispielsweise jemand, der oder die 60.000 Euro im Jahr als Einkommen versteuern muss, unterm Strich 300 Euro mehr raus, wenn die 120 Tage voll ausgeschöpft würden. Aber für die zweite Jahreshälfte würde es keine weiteren finanziellen Erleichterungen geben.

Pauschale ja, aber nicht als Teil der Werbungskosten, bitte!

Warum wir diese Pauschale auf dem – aufgepasst – Tacho haben sollten? Wer regelmäßig mehrere Kilometer mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann dies steuerlich geltend machen. Im Homeoffice fährt es sich schlecht von der Küche zum Wohnzimmer – hallo, Steuernachzahlung 2021!

Die Fahrtkosten können ganzjährig angesetzt werden, die Homeoffice-Pauschale nur sechs Monate – wenn die Informationen der FAZ sich als korrekt erweisen. 

Quelle: Homeoffice-Pauschale: Koalition will Steuerentlastung für Heimarbeiter bringen, t3n, 29.11.2020

Ja, aber: Viel würde, hätte, könnte und noch mehr Spekulation, wie das bei dennoch sehr wertvollen Insider-Infos häufig so ist. Wichtig wäre die Pauschale allemal, aber nur getrennt von den Werbungskosten. Leider ist diese Variante Pauschale trifft Werbungskosten laut FAZ die favorisierte Variante des Bundesfinanzministeriums. Alles andere wäre ihnen zufolge „eine übermäßige (und damit verfassungsmäßig zweifelhafte) Begünstigung“, so die FAZ.

Den ganzen Beitrag findet ihr hier. Was denkt ihr über die Homeoffice-Pauschale? Seid ihr überhaupt im Homeoffice? Schreibt uns gerne einen Kommentar oder eine Mail an: digitaleprovinz@korrekturnachoben.de

Digitalisierung & Diversity: Neue IT-Initiative #shetransformsIT

Wie ihr vielleicht wisst: Diversity haben wir uns bei Digitale Provinz in Capslock auf die Fahne geschrieben. Umso mehr freue ich mich persönlich über die neue Initiative #shetransformsIT.

Worum geht’s: #shetransformsIT setzt sich für mehr Frauen in der Digitalisierung ein. Das ist in Deutschland auch dringend nötig. Mit einem Frauenanteil von nur 17 Prozent im IT-Bereich liegt DE in der EU auf einem der letzten Plätze. Autsch. Wichtig ist, schon in der Schule den Mädchen Lust auf MINT-Fächer zu machen, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Girls to the front – auch im IT-Bereich

Das Netzwerk wird von zahlreichen Frauen in der Digital-Branche unterstützt – unter anderem von Doro Bär, der Digitalisierungsbeauftragten des Bundes. Und das Ziel ist natürlich klar: vernetzen, Jobs teilen, Wissen vermitteln. Dafür gibt es die LinkedIn-Gruppe, die ihr hier findet.

Das Mission-Statement des neuen Netzwerks, das auch von Digital Media Women unterstützt wird, findet ihr hier, gleiches gilt für die Forderungen in den Bereichen Politik, Medien, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft.

Dass Diversity aber nicht bei Frauen anfängt und aufhört, erklärt Johannes Mairhofer nochmal anschaulich in unserem Digitale Provinz-Podcast:

#digitalregional: Bertelsmann-Stiftung zeichnet Silicon Vilstal aus

Silicon Vilstal ist eine der ganz großen Initiativen, wenn es um #digitalregional geht. Für Digitale Provinz waren meine Kollegin Anne Wihan und ich in Niederbayern und haben gepodcastet, als ob es kein Morgen gäbe. Es geht so einiges #digitalregional bei Silicon Vilstal – und das wurde jetzt auch von der Bertelsmann-Stiftung prämiert. Silicon Vilstal hat in der Kategorie „Starke Region – Starke Gemeinschaft“ beim Wettbewerb „Mein gutes Beispiel 2020“ gewonnen. YAY!

Zu den Initiativen von Silicon Vilstal gehört nicht nur Bauer sucht Start-up, sondern auch ein eigens organisiertes Erlebnisfestival. Die vielen, vielen guten Gründe, warum Silicon Vilstal diese Auszeichnung verdient hat, findet ihr im Video. Wir gratulieren ganz herzlich nach Niederbayern!

Und Silicon Vilstal-Mastermind und Gründer Helmut Ramsauer war auch schon zu Gast in unserem Digitale Provinz-Podcast. In der Folge hat er Moderator und Head of Digitale Provinz, Daniel Krüger, erzählt, wie die Idee zu Silicon Vilstal entstanden ist. Spoiler: Partystimmung garantiert:

Kolumne: Margarete Stokowski ruft zum Umbau der Innenstädte auf

Ja, ich bin ehrlich: Ich persönlich bin sowieso ein Margarete Stokowski-Ultra – von ihren klugen Kolumnen bis zu den Büchern. Umso mehr freue ich mich, dass sich die Autorin in ihrer neuen Spiegel-Kolumne Erst die Wohnung renovieren, dann die ganze Stadt den Innenstädten und ihrer Konsum-Architektur widmet. Spoiler: Fast nirgends kann man in der Innenstadt abhängen – wie diese jungen Leute heute sagen – ohne etwas zu konsumieren. Das muss sich ändern, findet Margarete Stokowski. Und wir. Und ich.

Worum geht’s: Um die Unmöglichkeiten des Nicht-Konsums in der Innenstadt. Wo gibt es schon überdachte Bänke oder generell Sitzgelegenheiten außerhalb von immer noch (!) überfüllten Konsum-Tempeln? Ja, genau. Und das ist ein Problem, das Corona – neben den Digitalisierungsdefiziten Deutschlands – noch einmal aufgezeigt hat.

Orte der Begegnung dürfen nicht von Konsum abhängen

Margarete Stokowski greift auch nochmal die, wie ich ebenfalls finde, absurde Aussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf, der im Kaufrausch einen patriotischen Akt sieht. Allein das Wort patriotisch ruft bei mir eher Gedanken an Springerstiefel denn an Shopping hervor. Aber auch seine dann folgende Verklärung, dass Tante-Emma-Läden eine Innenstadt erst so richtig gemütlich und zu einem „Ort der Begegnung“ machen, wirft die berechtige Frage von Margarete Stokowski auf: Sind es die Geschäfte, die die Innenstädte zu „Orten der Begegnung“ machen sollten? Spoiler: nein.

Orte der Begegnung, wenn man diesen Begriff mit extremer Kirchentagsenergie benutzen möchte, sollten Orte sein, die weder von Öffnungszeiten oder Lockdownmaßnahmen noch von der Kaufkraft der Menschen abhängig sind, sondern einfach zugängliche Orte, an denen Leute gut versorgt ihre Freizeit verbringen können. 

Quelle: Margarete Stokowski, Erst die Wohnung renovieren, dann die ganze Stadt, SPON, 01.12.2020

Dabei wäre das mehr als dringend nötig, wie Stokowski mit einem Verweis auf ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychologie betont. Darin heißt es unter anderem, dass in absehbarer Zeit ein deutlicher Anstieg von Krankheiten wie Depressionen, Anpassungsstörungen, Angststörungen und Traumafolgestörungen zu erwarten sei. Was helfen kann: rausgehen, spazieren. Aber dafür braucht es eben ein passendes Umfeld, etwa gut beleuchtete Parks und, besonders für ältere Menschen, Bänke für Pausen, so Margarete Stokowski.

Menschenfreundlicher Städtebau muss praktisch werden

Was also muss passieren? Den Mensch in den städtebaulichen Fokus rücken, nicht den Konsum. Das ist aber nur selten der Fall – ganz im Gegenteil sogar. Städtebau kann, so schreibt Stokowski, auch menschenfeindlich sein. Das fängt bei nicht-überdachten Bänken an, weil dort könnten ja Obdachlose schlafen, bis hin zu wenigen öffentlichen Toiletten, weil man(n) kann ja fix hinter einen Baum. Und zur Not bleibt der Garten oder der eigene Balkon – wenn mensch denn einen hat. Hashtag Klassismus.

Während der warmen Monate der Pandemie waren diejenigen Leute noch privilegierter als sonst, die einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten haben. (Kein Neid, gehöre dazu.) Wer so etwas nicht hat, war und ist auf öffentliche Orte angewiesen, um Leute im Freien treffen zu können. Damit ist die Frage danach, wer während der Pandemie leichter die Hygieneregeln einhalten kann, auch eine Klassenfrage, wie so vieles.

Quelle: Margarete Stokowski, Erst die Wohnung renovieren, dann die ganze Stadt, SPON, 01.12.2020

Ich lege euch die Kolumne von Margarete Stokowski mit vielen weiteren Aspekten ans lesende digitale <3! Den Text findet ihr hier.

Digitalisierungsschub durch Corona? Ja, sagt eine Studie von Bitkom und deutschem Städte- und Gemeindebund

Letzte Woche habe ich noch über Dirk von Gehlens Kommentar berichtet, der sagt: Deutschland hat die Digitalisierung unterdrückt. Wir wissen auch: Corona wirkt wie ein Brennglas auf die Digitalisierungsdefizite in Deutschland – und seitdem tut sich an vielen Stellen was. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom für den Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), über die Kommune21 berichtet.

Worum geht’s: Für die Studie hat Bitkom Bürgermeister:innen und Digitalisierungsverantwortliche in 623 Kommunen online befragt. Das zentrale Ergebnis: „Städte und Gemeinden erkennen Nachholbedarf, investieren in digitale Infrastruktur und Lösungen und planen mit steigenden Digital-Budgets für 2021“, heißt es bei Kommune21.

Mehr Chance als Risiko

Die guten Nachrichten zuerst: Für 96 Prozent ist die Digitalisierung mehr Chance als Risiko. Knapp die Hälfte der Befragten will das Budget für Digitalisierung in 2021 erhöhen und immerhin 71 Prozent glauben, dass digitale Tools stark dazu beigetragen hätten, die Verwaltung in Zeiten von ‚Rona aufrecht zu erhalten.

Aber: Es gibt viel zu tun. Die Bewältigung der Digitalisierung und ihrer Anforderungen ist für ein Drittel der befragten Kommunen eine der größten Herausforderungen – neben der Corona-Pandemie. Und sechs von zehn Kommunen sehen sich hier als digitale Nachzüglerinnen, nur acht Prozent verfolgen eine zentrale Digitalstrategie.

Das größte Hemmnis bleibt für 75 Prozent der Befragten – das Geld. Not surprised. Etliche Kommunen, besonders im Ruhrgebiet und in Ostdeutschland, müssen seit Jahren ihren Haushalt mit dem Rotstift zusammenstreichen. Ein weiteres Problem ist, für mehr als die Hälfte der Bürgermeister:innen und Digitalisierungsverantwortlichen, die fehlende digitale Kompetenz bei den Mitarbeiter:innen. Der Wille ist jedoch da. So haben 53 Prozent angegeben, dass sie bereits in neue Hard- und Software investiert oder dies zumindest geplant haben.

Jede fünfte Kommune (20 Prozent) habe keine Digitalstrategie und erkenne darin auch kein Thema – das betreffe vor allem Kommunen mit weniger als 5.000 Einwohnern (24 Prozent).

Quelle: Digitalisierungsschub durch Corona, Kommune21, 03.12.2020

Konkret: Es fehlt an Geld, an Kompetenzen und nur die wenigsten haben eine konkrete Strategie. Und besonders an dieser Stelle wünschen sich die meisten Unterstützung vom Bund, mit einheitliche Vorgaben und Standards (76 Prozent). Und natürlich Geld – das wünschen sich 85 Prozent.

Mehr Infos zur Studie findet ihr hier.

DP-Podcast: Zwischen Bits & Bytes und Bromelien – in Thaleischweiler Fröschen ist der Garten digital

Am Mittwoch ist die neue Folge unseres Digitale Provinz-Podcasts erschienen – YAY! Diesmal ist es sehr grün und sehr digital: Ich habe mit Martin Klausmann gesprochen, dem Vorsitzenden des Garten- und Obstbauvereins Thaleischweiler Fröschen. Er hat dort das Projekt Garten Real Digital initiiert: mit einem Lerngarten, die OGVit-Kids, eine Jugendgruppe für IT-begeisterte Kids, und noch vielem mehr. Hört rein – es lohnt sich!

Tschüss & bleibt gesund!

Fast Wochenende, klapp den Rechner auf, Google hier und Facebook da – und Zeit, mal die digitale Gretchenfrage zu stellen: Wie hältst du’s eigentlich mit dem Datenschutz. Hat sich wohl auch Netzpolitik gefragt und ein kleines Fragequiz mit anschließender Auswertung entwickelt – hallo, Datenscham.

Zehn kurze Fragen zeigen dir, wie vorsichtig – oder eben nicht – du mit deinen Daten umgehst. Falls du bei Cookies an Kekse denkst, schau dir auf jeden Fall Datenscham an. Gefunden habe ich das übrigens im bits-Newsletter von Markus Beckedahl, dem Gründer von Netzpolitik. Den bits-Newsletter lege ich euch sehr ans digitale <3.

Das war’s. Macht’s gut und bleibt digital!

Auf dem Bild ist ein silberens MacBook Pro zu sehen, das auf einem Holztisch steht. Auf dem Bildschirm ist der Schriftzug Weekly zu lesen, links daneben steht das Digitale Provinz-Logo, rechts vom Schriftzug ist das Korrektur NachOben-Logo. Links neben dem MacBook Pro liegt eine Sonnenbrille, Kopfhörer und ein Smartphone.

Digitale Provinz ist ein Projekt von Korrektur NachOben.

Die Grafik zeigt das Logo der Agentur Korrektur NachOben. Auf einem schwarzen Würfel stehen in weißer Schrift die drei Buchstaben k, n und o. Neben dem Würfel steht in schwarzer Schrift Korrektur NachOben.